Neue Musiktherapie

Musik ist Medizin gegen Depression

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Bei leichten und mittleren Formen der Depression soll allein eine neuentwickelte Musiktherapie helfen. Bei schweren und lange anhaltenden Erkrankungen wirke sie sehr gut als ergänzende Massnahme.

Ziel war es, ein System für die ärztliche Praxis zur Verfügung zu stellen. Hinter dem neuen System steckt eine enorme Entwicklungsarbeit. Die Musikstücke wurden eigens zu diesem Zweck komponiert und entfalten durch Frequenzspektrum und Rhythmus eine spezifische Wirkung.

Der Grund für dieses Vorgehen: Musik wirkt dann am besten, wenn man sie zum ersten Mal hört. Bei bekannter Musik schwingen immer Assoziationen mit, die die gewünschte Wirkung verhindern können. Nach dem Hören der neuen Musik stabilisierten oder verbesserten sich die Befunde durchgehend, und auch zwar auch langfristig.

Bei dem Konzept «Sanoson» führen Arzt und Patient zunächst ein standardisiertes Erstgespräch. Auf Grundlage dieser Angaben und eines ausführlichen Fragebogens stellen Psychologen ein individuelles Musiktherapie-Programm zusammen. Der Patient erhält ein Audiotherapie-Leihgerät und durchläuft zu Hause das Programm fünf Wochen lang, zwei halbe Stunden pro Tag.

Schon lange bekannt

Musik verringert Ängste und mildert Depressionen. Darüber berichtet bereits die Bibel: Der spätere König von Israel, David, soll seinem Vorgänger Saul auf einer Harfe vorgespielt haben, wenn er deprimiert war. Martin Luther kommentiert diese Überlieferung: «Musik ist die beste Labsal eines betrübten Menschen, dadurch das Herze wieder zufrieden, erquickt und erfrischt wird.»

Die Hofärzte von Saul hatten eine hartnäckige und wiederkehrende depressive Verstimmung diagnostiziert. Sie erscheint in der Bibel als von Gott gegeben. Saul hat sich die Diagnose also nicht selbst gestellt, sondern sich sagen lassen. Der Geist Gottes hatte Saul verlassen, weil Saul die Wege Gottes verlassen hat.
 
Leider zeigte die von David praktizierte Musiktherapie keine bleibende Wirkung, denn bald wird Saul auf David eifersüchtig und trachtet ihm gar nach dem Leben. Doch fest steht: Die Musik ist eine Gabe Gottes, die Herzen öffnet und Gemüter beruhigt.
 


Autor: Bruno Graber
Quelle: Jesus.ch / pte

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27. – 28. oder 29.11.2014 in London
Mi., 5.11.2014, 19.30 – 22.00 Uhr in Zürich (ZOE)
Mi., 6.11.2014, 19.30 – 22.00 Uhr in Bern (EGW)
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