Ablehnung

Warum zeigt er mir die kalte Schulter, statt zu verzeihen?

Zoom
Ich kann nichts mehr daran ändern – und nun leide ich darunter, dass mir meine Schuld vorgehalten wird.

Wer versagt oder Mist baut, muss mit Ablehnung rechnen. Doch Jesus hat uns geboten, jenen zu verzeihen, die sich schuldig gemacht haben. Unversöhnliche Mitmenschen können einem das Leben verdüstern – besonders wenn man die Schuld eingestanden und um Vergebung gebeten hat. Was tun?

1. Jesus Christus von Herzen um Vergebung bitten

Wenn Menschen einander weh tun, mit Worten herabsetzen oder hintergehen, entsteht Schuld – mehr als eine Beziehungsstörung. Gott tut es weh, wenn wir böse oder sträflich nachlässig gegeneinander handeln, wenn wir seiner Liebe und seinen Geboten nicht entsprechen. Die Schuld kann jedoch getilgt werden, weil Jesus Christus dafür bezahlt hat. Darum können wir im Gebet zu ihm gehen, die Schuld Christus bekennen und ihn bitten, dass er sie vergibt und wegnimmt. „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er so treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit“ (Die Bibel, 1. Brief des Johannes 1,9).

2. Den Betroffenen glaubwürdig ersuchen, dass er vergibt

Dazu kommt ein Zweites: glaubwürdig die betroffene Person um Vergebung bitten, nicht beiläufig, sondern so, dass sie das Schuldbewusstsein spüren kann. Ob sie vergibt oder nicht: Jesus Christus sieht ins Herz, wenn wir uns zu diesem Schritt entschliessen, und lässt uns seiner Vergebung gewiss werden.

3. …und wenn der Andere nicht verzeihen will?

Für die Weigerung zu verzeihen kann es verschiedene Gründe geben. Jesus erzählt die Geschichte des Mannes, dem eine Riesenschuld erlassen wurde. Kurz darauf warf er einen, der ihm einen kleinen Betrag nicht zurückzahlen konnte, ins Gefängnis – und brachte sich damit selbst um die eben empfangene Vergebung. Wir bitten im Gebet ‚Unser Vater‘: „Vergib uns unsere Schuld, wie wir allen vergeben haben, die an uns schuldig geworden sind“ (Matthäus 6,12, GNB). Wer vergeben hat, wird leichteren Fusses wieder mit dem anderen unterwegs sein können.

So klar Jesus von Vergebung redet – sie kann nicht erzwungen werden. Wenn der Andere nicht verzeihen will, müssen wir damit leben, auch wenn es uns schwer fällt. Wer am Urteil festhält, hat es allerdings vor Gott zu verantworten. Menschen, die nicht vergeben, stehen in der Gefahr zu verbittern.

Christen können, wenn Vergebung verweigert wird, mit Jesus Christus darüber sprechen und alle schweren und negativen Gedanken bei ihm ‚deponieren‘. Auch noch in diesen Umständen gilt, wozu der Apostel Paulus die Christen in Rom ermahnte: „Wenn möglich, soweit es in eurer Macht steht: Haltet Frieden mit allen Menschen!“ (Römer 12,18). Schaffen wir es, für jene zu beten, die uns Vergebung vorenthalten?


Quelle: Jesus.ch

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Indische Kinder bekommen Chance
Anton Cruz sammelt in Indien Müllkinder zusammen und baut mit ihnen neue Gemeinden.
Kultur
Der Karikaturist Alain Auderset aus St. Imier BE stellt in Bern christliche Feiertage dar. Das führt zum Dialog mit interessierten Passanten.
Europäische Täuferkonferenz
Wer tritt in Konflikten zwischen die Parteien und hebt Ausgrenzung auf? Mennoniten setzen auf Gewaltlosigkeit und dass der Andere seine Geschichte...
Spannungsfeld Schule
«In der Schule darf man ja immer weniger von seinem Glauben reden» oder «Die Schule wird ja immer säkularer» höre ich oft. Ich frage dann: Soll das...

Anzeige

Anzeige

VERANSTALTUNGEN

27. Mai, 19.30Uhr in Suhr
lebe deine Berufung – mach einen Unterschied in dieser Welt!
17. Juni 2012, 10 Uhr in Bad-Zurzach