„Die Auseinandersetzung mit dem Islam werden wir nie mit Diskussionen oder Predigten lösen können“

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Selbstmordattentäter der islamischen Widerstandsbewegung.
Dass die Selbstmordattentate radikaler Muslime in den kommenden Jahren zunehmen werden, davon ist Anne van der Bijl überzeugt. Der Gründer des internationalen Missions- und Hilfswerks für verfolgte Christen „Open Doors“ erklärte an einer Jubiläums-Feier der Organisation, dass Christen diesen Menschen neue Hoffnung bringen könnten.

Anne van der Bijl, auch bekannt als Bruder Andrew, reiste seit Anfang der 80er-Jahre regelmässig in den Libanon, nach Israel und in die Palästinensergebiete, um dort Christen zu ermutigen und mit radikalen Muslimen über das Evangelium zu sprechen. Am „Open Doors“-Tag von Ende November im deutschen Niedernhausen beschrieb er den rund 900 Teilnehmern islamische Kämpfer als zutiefst deprimiert. «Sie stehen vor unlösbaren Problemen: Israel und die USA können sie militärisch niemals besiegen, und ihr Glaube macht es ihnen sehr schwer, ins Paradies zu kommen», so der 77-Jährige. «Muslime glauben, dass sie nur durch gute Werke erlöst werden können. Aber sie wissen auch, dass sie viel mehr böse als gute Taten vollbringen. Deshalb sind viele Moslems davon überzeugt, nach dem Tod in die Hölle zu kommen»

Da sie sich zudem eingestehen müssten, dass sie von Allah trotz ihrer vielen Gebete nicht erhört werden und ihnen auch der Koran keine Möglichkeit zeigt, gerettet zu werden, wählten viele radikale Muslime die Selbsttötung im Heiligen Krieg, dem Dschihad. Nur diese ermögliche den direkten Einzug ins Paradies. «Sie sehen keinen Grund, um zu leben, also wählen sie den einzigen Grund, um zu sterben“, sagte der Open Doors-Gründer.

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Anne van der Bijl.

Hamas, Hisbollah und PLO: Interesse am Evangelium

«Wenn wir Christen nicht zu den Muslimen gehen und ihnen sagen, dass sie nicht sterben müssen, weil Jesus auch für ihre Schuld gestorben ist, wird sich an der dramatischen Lage im Nahen Osten, im Irak und in Afghanistan nichts ändern», rief Bruder Andrew die Zuhörer in die Verantwortung. Während vieler Begegnungen mit Führern von Hamas, Hisbollah und PLO habe er immer ein grosses Interesse an der christlichen Botschaft gespürt. «Ich habe radikalen Muslimen Tausende von Bibeln geschenkt, und keiner hat sie je abgelehnt. Und ich habe oft mit ihnen über Jesus gesprochen, der stellvertretend für die Schuld der Menschen gestorben ist. Niemand hat mich deshalb umgebracht.»

Vorleben, nicht diskutieren

Andrew plädierte für mehr Mut und Barmherzigkeit von Christen gegenüber Muslimen, die verzweifelt nach dem Lebenssinn suchten. Viele Christen resignierten heute aber vor der Herausforderung durch den Islam. «Muslime glauben nicht – wie wir Christen – dass Jesus der Sohn Gottes ist, und dass er am Kreuz sein Blut für die Sünden der Menschen vergossen hat. Aber genau das ist die Antwort, die wir ihnen in ihrer Situation geben müssen», so Bruder Andrew. Christen sollten Kontakt zu Muslimen suchen und ihnen in Liebe diese Botschaft weitersagen. «Die Auseinandersetzung mit dem Islam werden wir nie mit Diskussionen oder Predigten lösen können. Wir müssen hingehen und ihnen vorleben, wie Jesus einen Menschen verändern kann.»

Quellen: Freitagsfax/opendoors

Datum: 12.12.2005

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