Für den Schutz der Kinder in humanitären Hilfseinsätzen gibt es neu weltweit einheitliche Normen. Eine Allianz von 22 Hilfswerken will am Montag in Genf entsprechende Mindeststandards vorstellen.
Bei der Ausarbeitung der Richtlinien habe man eine Schlüsselrolle gespielt, teilte das Schweizer Kinderhilfswerk Terre des hommes (TDH) am Donnerstag mit.
«Mehr als 50 Prozent der von Konflikten und Katastrophen Betroffenen sind Kinder, unter diesen Bedingungen ist es dringend und unerlässlich, über global geltende Kinderschutz-Grundsätze zu verfügen.» So wird Sabine Rakotomalala von TDH in der Medienmitteilung zitiert. Sie hat in der Hilfswerk-Allianz massgebend an dem neuen Regelwerk gearbeitet.
Die Mindeststandards für Kinderschutz in der humanitären Hilfe sollen im Feldeinsatz Handhabe für den Schutz der Kinder in Notsituationen bieten. Entwickelt wurden die Standards von der Child Protection Working Group (CPWG), einer Arbeitsgruppe von 22 Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt. «Die Standards sollen Koordination und Kommunikation stärken sowie die Qualität von Schutzprogrammen heben», sagt Rakotomalala. Gerade in Notlagen wie Katastrophen oder Kriegen litten Kinder erst recht noch vermehrt unter Gewalt, Verschleppung, Ausbeutung und sexuellem Missbrauch.
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