Die Schweizer Allianz Mission engagiert sich im
westafrikanischen Land Guinea auf vielfältige Weise. In ihren Teams arbeiten 35
Europäer und 3 Afrikaner mit Einheimischen zusammen. Die Arbeitsbereiche im
Überblick:
Mahlzeit der Brunnenbauer.
ActionVIVRE
Gegen vier Millionen Menschen vom Volk der Peul leben in
erschreckender Armut, weil Neid, Betrug und Habgier jeglichen Fortschritt im
Keim ersticken. Drei SAM-Teams arbeiten im ländlichen Norden Guineas auf
nachhaltige Entwicklung hin. In der (brutal heissen) Präfektur Gaoual, wo es
kaum Strom oder fliessendes Wasser gibt, betreibt ActionVIVRE eine private
Schule, regt die Gründung von Kleinunternehmen an, hilft beim Brunnen- und
Pumpenbau und lehrt Erwachsene Lesen und Schreiben. Auch im Umland der Stadt Labé,
des wirtschaftlichen Zentrums der Peul, soll mit dem Evangelium und
Lernangeboten Hoffnung vermittelt werden.
In der Region von Télimélé betreibt die SAM ein
Studienzentrum mit Computerkursen, Sprachklassen und diversen Kreativprojekten
(Lieder, Musikvideos). Eine Mitarbeiterin schreibt: «Wie so oft in der letzten
Zeit, klopfen am Vormittag einige Schüler in weissen Hemden an unser Tor. Weil
ihre Lehrer nicht arbeiten, marschieren sie oft schon morgens wieder heimwärts…
Heute wollen uns zwei junge Männer mit vielen Worten von den Vorzügen des Islam
überzeugen.»
ProESPOIR
«Patienten, die an Lepra, Tuberkulose, AIDS und anderen
Krankheiten leiden, erfahren die Realität des Reiches Gottes durch glaubwürdige
und motivierte Mitarbeitende.» Das Ziel des SAM-Gesundheitsprojekts ist hoch
gesteckt. Das
Missionsspital «Centre Médical (CM)» in Macenta ist spezialisiert
auf die Behandlung von Tuberkulose, Lepra, chronischen Wunden und auf
Rehabilitation. Es ist staatlich anerkannt und bietet 95 stationären Patienten
Platz.
In der Waldregion Guineas (so gross wie die Schweiz) wird in
rund 20 staatlichen Gesundheitszentren die Tuberkulose diagnostiziert und
behandelt, in etwa 100 die Lepra. Die SAM liefert Medikamente, bildet
einheimische Mitarbeitende aus und begleitet sie in ihrer Arbeit.
Ein kleines Team begleitet über 600 ehemalige
Leprapatienten, unterrichtet sie, wie sie sich vor Verletzungen schützen und
wie sie selbständig für ihren Lebensunterhalt sorgen können. Die SAM
unterstützt ein einheimisches Paar in der AIDS-Prävention. Die Möglichkeit,
sich auf HIV testen zu lassen, wurde 2010 in drei Monaten von 630 Personen
genutzt. Dem Drittel, das das Virus trug, wurde medizinische, psychologische
und geistliche Hilfe angeboten.
Die Lepra hat ihn den Fuss gekostet, im Missionsspital wird er behandelt.
ProTIM2-2-2
Treue und vertrauenswürdige Leiter machen eine Kirche
stark. Zu ihrer Ausbildung arbeitet die SAM seit Jahrzehnten mit der
Evangelisch-Protestantischen Kirche von Guinea (EPEG) zusammen. In der Kultur
des Landes haben Leiter eine sehr wichtige Funktion und eine angesehene
Stellung.
Einige Mitarbeitende suchen die einheimischen Gemeinden für
die Arbeit mit Kindern zu sensibilisieren. Die meisten
Sonntagsschullehrer/innen sind nicht ausgebildet. Ein Schweizer Paar schult
Einheimische, damit sie Ehe- und Erziehungskurse geben. «Die
Familiensituation, auch innerhalb der Kirchen, ist verheerend. Die Frauen
werden grösstenteils fast wie Sklavinnen behandelt, haben kaum Rechte und
arbeiten zusätzlich zur Hausarbeit und der Kinderbetreuung schwer, um zum
Lebensunterhalt beizutragen. Familienplanung ist ein Tabuthema, die Wünsche des
Ehegatten sind in allem zu berücksichtigen. Jederzeit kann die Frau
weggeschickt oder zur Zweit- oder Drittfrau degradiert werden.»
Das Ziel ist mit dem Bibelvers 2. Timotheus 2,2 (daher der
Name) gegeben: «Was ich dir vor vielen Zeugen als die Lehre unseres Glaubens
übergeben habe, das gib in derselben Weise an vertrauenswürdige Menschen
weiter, die imstande sind, es anderen zu vermitteln.»
Die Projekte werden in der aktuellen Nummer der Zeitschrift
SAM Focus näher vorgestellt.
Webseite: www.sam-ame.ch
Mit einer Pfingstkonferenz will die Vineyard-Bewegung über Pfingsten den geistlichen Aufbruch in Europa fördern. Wer ist die Vineyard, und was bewegt...