Das Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) zieht sich in den nächsten Jahren aus sechs von 21 Ländern zurück. Bis Ende 2014 soll bereits der Ausstieg aus Südafrika, Eritrea und Guatemala vollzogen sein.
Im laufenden Jahr will das Hilfswerk entscheiden, aus welchen weiteren drei Ländern es sich ebenfalls zurückzieht. Als Grund für den Rückzug nennt das Heks in seinem Newsletter die Finanzen: Pro Schwerpunktland müsse etwa eine Million Franken eingesetzt werden. Dies sei im Moment leider nicht in allen Schwerpunktländern der Fall. Das Ziel von einer Million Franken könne nur durch eine Reduktion der Anzahl Schwerpunktländer erreicht werden.
«So schwierig, undankbar und allenfalls gar schmerzlich die geplanten Schritte auch sein mögen, so notwendig und unumgänglich sind sie im Interesse einer gesunden Organisation, der Qualität der Projektarbeit sowie eines sorgfältigen und wirkungsvollen Einsatzes der HEKS anvertrauten Mittel», schreibt das Hilfswerk. Partnerorganisationen Zeit erhalten, Projekte abzuschliessen, allenfalls neue Geldgeber zu finden und für das Personal bestmögliche Lösungen zu suchen.
Geschmolzene Reserven
Das Hilfswerk hat seine Fondsbestände für die Entwicklungszusammenarbeit und die kirchliche Zusammenarbeit zwischen 2003 und 2010 von 23,3 Millionen auf 19,3 Millionen Franken abgebaut. Das aber bedeute, dass in diesen Jahren trotz höheren Erträgen deutlich mehr ausgegeben als eingenommen wurde. Als Folge davon hätten sich die zweckgebundenen Reserven um 4 Millionen Franken verringert.
Das HEKS hat sich in den letzten Jahren thematisch auf die beiden Schwerpunkte «Entwicklung ländlicher Gemeinschaften» sowie «Friedensförderung und Konfliktbewältigung» konzentriert. Diese Konzentration sei notwendig, um den gestiegenen fachlichen Ansprüchen zu genügen, die nicht zuletzt von den institutionellen Geldgebern gestellt würden. Zu den wichtigsten Geldgebern gehört die eidgenössische Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza).
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