ISIS zerstörte Kirche

Jetzt richten Christen Riesenkreuz auf

Der Islamische Staat (IS) zerstörte die grösste Kirche des Irak in Bakhdida, auch Karakosch genannt. Nun sind die Schlächter verschwunden. Langsam kehrt wieder Leben in die Stadt zurück. Als Bekenntnis haben die Christen jetzt ein riesiges Kreuz aufgestellt.
Das Kreuz im Hintergrund wurde von irakischen Christen aufgebaut.
Das Riesenkreuz in Bakhdida

Die assyrischen Christen von Bakhdida waren niedergeschmettert, nachdem der Islamische Staat die hier angesiedelte grösste Kirche des Zweistromlandes zerstört hatte. Das Gebäude beinhaltete zahlreiche antike Artefakte, die alle in Stücke zerbrochen und zu Asche verbrannt worden sind. Doch die Christen vor Ort sind bekannt für ihre Tapferkeit und ihre Standhaftigkeit. Sie lassen dem IS und dem Tod den Sieg nicht.

2014 gekommen…

Die Militanten zogen 2014 auf und nahmen das Land ein. Umgehend machten sie aus den Kirchen Ruinen und nutzten die Gegenstände im Inneren für Schiessübungen mit ihren Maschinengewehren.

Es war in der Nacht auf Donnerstag, 7. August, als die christliche Stadt Bakhdida, südöstlich von Mossul, als einer der letzten christlichen Orte im Nordirak eingenommen wurde und Tausende Christen fliehen mussten (Livenet berichtete). Die auch nach ihrem türkischen Namen Qaraqosh (oder Karakosch) genannte Stadt zählte zuletzt rund 50'000 Einwohner, fast ausschliesslich Christen.

…2016 gegangen (worden)

Jetzt ist der IS in der Region nicht mehr zu sehen. Doch bevor sie gegangen sind, haben sie alles dem Erdboden gleich gemacht. Die Rückkehr gestaltet sich deshalb schwierig (Livenet berichtete).

Die Stadt muss nun wieder errichtet werden. Als ein Zeichen ihrer Standhaftigkeit errichteten die Einwohner nun ein riesiges Kreuz über der Stadt, um ihren Glauben an Gott auszudrücken, inmitten der schrecklichen Zerstörung; ähnlich wie in der Stadt Telekuf-Tesqopa (Livenet berichtete).

Zum Thema:
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Datum: 28.10.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / HelloChristian

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