Die Deutsche Evangelische Allianz will sich als «Pro-Bewegung» profilieren. Anstatt gesellschaftliche Entwicklungen nur zu kritisieren, sollte die Schönheit des christlichen Glaubens als Kontrast-Programm herausgestellt werden. «Wer verbietet, muss auch etwas bieten», erinnerte der Allianzvorsitzende Michael Diener (Foto) an die Erziehungsregel.
Michael Diener
Michael Diener sprach in einem Gottesdienst der Evangelischen Allianz Stuttgart zum Reformationstag (31. Oktober 2012). Vor knapp 700 Besuchern erinnerte er an die Erziehungsregel: «Wer verbietet, muss auch etwas bieten.» Im Blick darauf, dass der 31. Oktober immer häufiger als heidnisches «Halloween»-Fest begangen werde, sagte Diener, dass Christen dieses Kürbisfest nicht schlecht machen, sondern die Bedeutung des Glaubens herausstellen sollten.
Gerade der Reformationstag ermutige Christen, «als von Christus befreite Menschen zu leben». Wer an Gott glaube, müsse seine Freiheit nicht erkämpfen, sondern könne sie als ein Geschenk betrachten, das auch den Mitmenschen zugute komme. Diener bezeichnete Christen als «Pfad-Finder», die besser als jedes Navigationsgerät einen Weg zum Leben zeigten, und als «Teil-haber», weil sie die Lasten anderer mittrügen.