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Trotz Putins Gesetz

Häftlinge, Senioren und Politiker durch Zeitung mit dem Evangelium erreicht

Es ist kein evangelistisches Traktat mit fiktiven Geschichten, sondern eine Zeitung mit wahren Geschichten und guten Argumenten: Schon seit 1993 existiert die evangelistische Zeitung «Kolokol – The Bell» in Weissrussland. Und per Post erreicht sie die unterschiedlichsten Menschen.

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Kolokol wird auch von jungen Leuten gern gelesen.
«Wenn christliche Werte mit falschen Standards ausgetauscht werden, erzählt 'Kolokol' die Wahrheit über Gott, das Christentum und das christliche Leben», erklärt das Redaktionsteam. «'Kolokol' beantwortet schwierige Fragen, erzählt wahre Geschichten, gibt gute Argumente und erklärt, wie man die Bibel lesen kann.»

Warum nicht Internet?

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Kolokol wird im Altersheim verteilt.
Doch warum eine gedruckte Zeitung, wenn man heute all dies im Internet lesen kann? Die Antwort ist simpel: Viele Menschen in Weissrussland und Russland haben keinen Zugang zum Internet. Da gibt es beispielsweise die Gefängnisse – die zwei Ländern haben die höchste Zahl an Häftlingen pro Person in ganz Europa (306 und 447 Gefangene pro 100'000 Einwohner), da die Haftanstalten hier auch als Rehabilitations-Zentren für Akohol- und Drogenabhängige genutzt werden. Und sie haben alle keinen Zugang zum Internet. Seit dem Anti-Evangelisations-Gesetz von Russlands Präsident Putin (Livenet berichtete) ist es für Christen deutlich schwieriger geworden, Gefängnisbesuche abzuhalten, doch eine evangelistische Zeitung an die Gefangenen zu schicken, ist nicht illegal.

«Grosses Bedürfnis»

Auch die Landbevölkerung dieser Länder hat grösstenteils noch keinen Zugang zum World Wide Web. Und viele von ihnen hatten noch nie Kontakt zu Christen. Aus diesem Grund ist Kolokol auch hier ein geeignetes Werkzeug. Insbesondere in Altenheimen und Krankenhäusern wird die Zeitung verteilt. «Wir sehen ein grosses Bedürfnis, ihnen die christliche Zeitung zu schicken, weil sie Gott so dringend brauchen. Sie haben Zeit zu lesen und nachzudenken, aber sie haben sonst keine Möglichkeit, um Informationen zu erhalten.» Und gerade bei den riesigen Distanzen Russlands ist der Postweg eine gute Option, um das Evangelium durch die Zeitung zu diesen Menschen zu bringen.

Doch auch in den Städten ist Kolokol aktiv. Interessant: Das Team schenkt einflussreichen Menschen wie Politikern, Bankdirektoren, CEOs und anderen Abonnements – eine kreative Idee, um ihnen christliche Inhalte nahe zu bringen.

Zum Thema:
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Datum: 18.06.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / Evangelical Focus

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