Jugendliche im Internet: Was geben sie preis?

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Die jungen Internet-Nutzer haben wenig Bedenken, ihre persönlichen Daten online preiszugeben.
Mit einem Buch über die "Generation Internet" wollen der St. Galler Wissenschaftler Urs Gasser und John Palfrey eine Debatte um die Chancen und Risiken der digitalen Techniken auslösen.

Die nach 1980 geborenen "digitalen Eingeborenen" sind laut Gasser von den "digitalen Immigranten" zu unterscheiden, die erst im Erwachsenenalter mit Mobil- und Online-Kommunikation in Berührung gekommen sind.

Gasser, Professor für Informationsrecht an der Uni St. Gallen, blendet in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung die negativen Aspekten des Internets (Sucht, Botellón-Absprachen, Cyberbullying) nicht aus. Zugleich hebt er als positiv hervor, "dass das Internet für viele Jugendliche auch ein wichtiger Ort der Kreativität und für das Experimentieren mit ihrer Identität ist". Mit dem Buch soll etwa der Mythos widerlegt werden, dass das Internet dumm mache.

Partyfotos - Jahre später beim Bewerbungsgespräch?

Die jungen Internet-Nutzer haben laut Gasser viel weniger Bedenken, ihre persönlichen Daten online preiszugeben. (Etwa wenn sie Partyfotos ins Netz stellen - was das Risiko birgt, dass diese später bei Bewerbungen zum Tragen kommen.) Generell hätten sie "ein anderes Verhältnis zu Information, kommunizieren anders miteinander und stehen in einer gewandelten Beziehung zu gesellschaftlichen Institutionen". Fernsehen und Internet rückten immer mehr zusammen, die Internet-Nutzung nehme dabei stark zu.

Online-Information unzuverlässiger

Der Informationsrechtler bestätigt, dass Informationen im Internet insgesamt weniger auf ihre Qualität kontrolliert werden als jene auf Papier. Dieses "ernsthafte Problem" werde von den Jungen kaum wahrgenommen. "Es gilt, den kritischen Umgang mit Informationsquellen zu schulen. Das

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Urs Gasser
war schon vor dem Internet-Zeitalter so, wird aber in Zukunft noch wichtiger."

Webseite:
www.digitalnative.org

Quelle: Livenet / NZZ

Datum: 15.11.2008

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