Britisches Fernsehen

Werbung für Abtreibung

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Abgetriebene Kinder als Ersatzteillager.
Das britische Fernsehen sendet diese Woche erstmals Werbung für einen Anbieter von Abtreibungen. Der Beitrag von 30 Sekunden Länge soll laut Medienberichten auf dem Sender Channel 4 ausgestrahlt werden.

Die zuständigen Kontrollbehörden hätten die Werbung erlaubt, weil es sich bei dem Anbieter Marie Stopes International um einen Wohlfahrtsverband handle, der mit seinen Diensten keinen Profit mache, hiess es.

Rechtliche Konsequenzen werden geprüft

Lebensschützer und religiöse Gruppen protestierten im Vorfeld gegen die Reklame. Es sei «grotesk», Anbietern von Abtreibungsdiensten Werbeplätze zu geben, als handle es sich um «Autofirmen oder Waschmittelhersteller», wurde Michaela Aston von der Lebensschützergruppe «Life» zitiert. Der Sprecher der «Gesellschaft zum Schutz ungeborener Kinder» sagte, man prüfe rechtliche Schritte gegen diese Werbung.

«Gemeinnützige Gewinne»

Die Kosten für die Werbung werden auf umgerechnet 348.000 Euro geschätzt. Der Sprecher der Gesellschaft zum Schutz ungeborener Kinder, Anthony Ozimic, sprach von einem «unfairen Spiel». Die Einrichtung behaupte, eine karitative Einrichtung für Frauen zu sein, dennoch erlaube ihr der Gewinn eine Fernsehkampagne. «Lebensschützer könnten das nicht tun.»

Grossbritannien hat der «Times» zufolge eine der höchsten Abtreibungsraten von Europa. In dem Land mit 61 Millionen Einwohnern werden jährlich annähernd 200.000 Kinder im Mutterleib getötet.

Wer profitiert von Abtreibungen?

In einem Enthüllungsbuch über die Profiteure der jährlich mehr als 2000 Abtreibungen in Deutschland deckt die Journalistin und Fernsehmoderatorin Alexandra Maria Linder auf, wer an Abtreibungen verdient und wie abgetriebene Kinder kommerziell genutzt werden.

So weiss die Autorin zu berichten, wie mit Hilfe von Zellen aus abgetriebenen Föten Anti-Aging-Cremes hergestellt werden. Abgetriebene Föten werden nach Recherche der Autorin als Ersatzteillager für Zelltherapien, Gewebe- und Organtransplantationen benutzt. Viele Kosmetik- und Arzneimittelfirmen brüsteten sich mittlerweile damit, dass für ihre Tests keine unschuldigen Tiere mehr sterben müssten. Sie verschwiegen aber, dass dafür nun abgetriebene Kinder zum Einsatz kommen.

Schliesslich zeigt die Autorin auf, wie der Bevölkerungsfonds der UNO bei seinen Massnahmen zur Bevölkerungskontrolle in den Ländern der «Dritten Welt» ganz gezielt auch auf Abtreibungen setzt.

Zum Thema:
«Markt der Zukunft», Alexandra Maria Linder

 

Buchtip: Alexandra M. Linder, «Geschäft Abtreibung», Sankt-Ulrich-Verlag, ISBN 978-3-86744-084-4Quellen: Kipa/Times/junge Freiheit/Livenet

Datum: 26.05.2010

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