Die Frau aus Magdala

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Monica Belucci spielte im Film `Die Passion Christi`, Maria Magdalena.
Auf Seite 335 schreibt Dan Brown: "Die Ehe zwischen Jesus und Maria Magdalena ist historisch verbürgt." Das ist hanebüchener Unsinn! Die Bibel berichtet nichts davon und auch in den ausserbiblischen Schriften wird nichts Derartiges erwähnt.

Darell L. Bock, Professor am Dallas Theological Seminary in den USA, unterstreicht: "Es gibt keinen Beleg und zwar nirgendwo, der ausdrücklich belegt, dass Jesus verheiratet war. Eines der wenigen Themen, in dem die grosse Mehrheit der liberalen und konservativen Wissenschaftler übereinstimmt, ist: Jesus war ein Single."*

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Magdala (Pfeil) liegt unweit von Kapernaum am See Genezareth zu Füssen vom Berg Arbel. Die Bezeichnung «Maria Magdalena» bedeutet Maria «aus Magdala» und zeigt, dass sie unverheiratet war. Geografische Bezeichnungen in Frauennamen hat man damals bei Unverheirateten benutzt.
Ebenso energisch weist Ben Witherington III. vom Asbury Theological Seminary in Kentucky die Ehe-Behauptung zurück. Er verweist darauf, dass "Magdalena" kein Nachname, sondern die Bezeichnung für einen Ort am Westufer des Sees Genezareth ist: "In einer Kultur, wo man keinen Nachnamen kannte, wurde hauptsächlich eine geografische Angabe benutzt, um Menschen mit demselben ersten Namen zu unterscheiden." Die geografische Angabe wurde dann benutzt, wenn von mehreren unverheirateten Frauen mit demselben Namen die Rede war (und Frauen mit Namen Maria kommen viele im NT vor).

In Lukas 8,2-3 lesen wir: "Auf dieser Reise begleiteten Jesus ... einige Frauen ... zu ihnen gehörte Maria aus Magdala ... Johanna, die Frau des Chusa ... Susanne und viele andere". Witherington: "Im griechischen Neuen Testament ... wird Johanna identifiziert mit der Bezeichnung 'von Chusa', was einfach bedeutet 'Frau des Chusa'. In derselben Liste wird von Maria gesagt, sie sei 'von Magdala'. Wäre Maria aus Magdala mit Jesus verheiratet gewesen, sie wäre in derselben Weise identifiziert worden, wie Johanna (als Maria, die Frau des Jesus), aber nicht mit der geografischen Ortsangabe."

* Darell L Bock, Breaking the Da Vinci Code, Nashville 2004, S. 33.
Bearbeitung: Jesus.ch


Autor: Alexander Schick
Quelle: factum Magazin

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