Umgeben von Negativ-News

Wie kann man in der heutigen Zeit noch dankbar sein?

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Die Negativ-Meldungen nehmen in den Nachrichten zu. Terroranschläge, drohende Kriege, verwaiste Kinder – das macht uns fassungslos, schockiert, entmutigt. Doch eine mögliche Antwort auf diese Meldungen kann auch der Dank sein…

Ich traue mich in letzter Zeit kaum noch, Nachrichten zu sehen oder mich über Soziale Medien zu informieren – die ständigen Negativ-Meldungen sind mir manchmal einfach fast zu viel. Beinahe jede Woche, so scheint es, hört man von einem neuen Terroranschlag mit Toten und Verletzten, dazu die schrecklichen Bilder aus dem Syrienkrieg, politische Unruhen, das Voranschreiten der rechten Parteien in Europa,… Neben den globalen Problemen hat ja jeder auch noch seine eigenen Lasten zu tragen: Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, problemhafte Beziehungen, Krankheit, Tod, Probleme mit den Kindern… Wie kann man bei einer so grossen Last überhaupt vorwärtsgehen?

Manchmal bleiben einem wirklich die Worte weg – ein «Oh Gott» ist alles, was über die Lippen kommt. Doch das ist genau die richtige Richtung: Denn an wen sonst sollte man sich wenden? Wer kann überhaupt so viel Schweres aushalten? Gott selbst blutet das Herz, wenn er beobachtet, wie die Menschen sich selbst und die Welt zerstören… Aber was machen diese Nachrichten mit uns? Sie ziehen runter, machen traurig, entsetzt, mutlos, hoffnungslos – aber dankbar?

Wenn die Luft wegbleibt

In einem Artikel zum Thema, wie man Beten kann, wenn einem buchstäblich die Luft wegbleibt, schreibt der Autor Jonathan Graf: «In solch schwierigen Zeiten zwinge ich mich dazu, mich zu freuen. Ich denke an die guten Dinge, die ich habe, die Dinge, die gut laufen – und ich beginne, Jesus für diese Dinge zu danken. Es ist erstaunlich, wie leicht man so die Lungen wieder mit Luft füllen kann.»

Die Bibel selbst fordert uns dazu auf, jederzeit dankbar zu sein und uns zu freuen – zu jeder Zeit, egal wie die Umstände sind. Der Apostel Paulus schreibt in seinem Philipper-Brief: «Freut euch zu jeder Zeit, dass ihr zum Herrn gehört. Und noch einmal will ich es sagen: Freut euch!  Alle Menschen sollen eure Güte und Freundlichkeit erfahren. Der Herr kommt bald! Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft in jeder Lage zu Gott beten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm! Dann wird Gottes Friede, der all unser Verstehen übersteigt, eure Herzen und Gedanken bewahren, weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid.» (Philipper, Kapitel 4, Verse 4 bis 7)

Grund zum Danken

Es klingt vielleicht ein wenig makaber, aber als ich vor wenigen Tagen fassungslos ein Video zum Chemieangriff in Syrien sah, wurde mir plötzlich bewusst, wie gut ich es habe. Neben all den täglichen Problemen, die sich oft wie ein Berg vor mir auftürmen, habe ich es doch so gut: Ich habe ein Dach über dem Kopf, eine liebevolle Familie, eine Arbeitsstelle und lebe in einem relativ sicheren Land. Ich konnte nicht anders, als Gott dafür zu danken. Und genau das ist es, was Paulus meint, wenn er sagt: «Freut euch zu jeder Zeit». Wir dürfen uns freuen, egal wie schwer die Situation um uns herum ist, weil Gott uns liebt, weil er an uns interessiert ist. Und wenn wir ihm unser Leben öffnen und sein Angebot annehmen, wirklich in jeder Lage zu ihm zu kommen und zu ihm zu beten, dann werden wir auch diesen Frieden erleben, den Paulus als einen beschreibt, «der unser Verstehen übersteigt». Es ist ein unerklärlicher Frieden, der sich nicht an den Umständen misst, sondern an dem Gott, in dessen Hand unser Leben liegt.

Wagen Sie es auch: Geben Sie ihm Ihr Leben – und sehen Sie von den Umständen weg, hin zu Gott. Dann haben Sie allemal Grund, dankbar zu sein und sich zu freuen.

Zum Thema:
Olympia-Athletin Nancy Swider-Peltz: «Ich bin dankbar für die Krisen in meinem Leben»
«Gebet im Prozess»: Wie man in schweren Zeiten beten kann
Danken Sie mal wieder! Dankbarkeit als Lebensstil
Krankheit, Krieg und Katastrophen: Wo ist Gott in all dem Leid?

Datum: 13.04.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet

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