«Ihr könnt mich fristlos entlassen!» Claudio Minder – die Serie (9. Folge)

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"Um für meine Modejobs freizukriegen, musste ich immer wieder anecken und ankanten und zehnmal bitten. 'Ich kann nicht wegen Euch ein Fotoshooting verschieben', sagte ich. Teilweise stiess ich auf grössere Unstimmigkeiten. Denn ich wurde in einer Gruppe eingesetzt, die gerade wegen meinen Italienischkenntnissen überhaupt aufgebaut wurde. Ich leitete ein Spezialteam mit. Es wurde immer dann aktiv, wenn in Basel grosse Messen durchgeführt wurden. Zum Beispiel die Orbit oder Schmuck- und Uhrenmessen. Immer dann, wenn viele Firmen aus dem Ausland kommen."

Hätte Claudio nicht beharrlich gekämpft, gäbe den Mr. Schweiz Claudio Minder nicht. Das erwähnte Team wäre ihm im März 2000 beinahe zum Verhängnis geworden. "Damals war ich wieder dort eingeteilt. Wegen einer Kunst- und Kulturmesse. Genau zum gleichen Datum ging es mit dem Mr.-Schweiz-Tross in die Türkei. Trainingscamp für die Wahlkampagne zum Mr. Schweiz."

"Ihr könnt mich entlassen!"

"Klar, dass mich meine Vorgesetzten nicht ziehen lassen wollten. Am Dienstag war der Abflug in die Türkei. Erst am Donnerstag davor kriegte ich die Bewilligung. Überall musste ich anecken und kämpfen. Ich telefonierte mit diversen Leuten, erklärte meine Situation und sagte, dass ich in dieser Woche freikriegen müsse." "Njet", hiess es von allen Seiten. Personalmangel und an den entsprechenden Tagen keine Möglichkeit, Aushilfen zu finden, lautete das Verdikt, das ihm die Teilnahme an der Mr.-Schweiz-Wahl immer mehr aus der Hand gleiten liess.

"Was ich dort bieten musste, war schlimm. Zum Schluss stand ich vor dem Oberzolldirektor. 'Es geht nicht', hiess es einmal mehr. 'Mir ist das egal. Ich gehe.' Und wieder lautete die Antwort nein. 'Also, dann gehe ich nicht. Aber ich bleibe daheim und bin krank.' Auch das geht nicht, hiess es. 'Wenn ihr sagt, ich darf nicht in die Türkei fliegen und muss hierbleiben und weiss, die anderen sind jetzt in der Türkei und ich stehe hier und kann am Wahlabend nicht teilnehmen - ich bitte Sie, dann werde ich automatisch krank, allein beim Gedanken daran. Schon jetzt wird mir dabei übel. Wenn's soweit ist, wird mir automatisch schlecht. Dann bleibe ich daheim. Ihr könnt meinen Arbeitsvertrag auflösen oder mich fristlos entlassen.' - Knallhart. - 'Ich mache die Matur fertig und nehme dann einen anderen Job. Auf Euch bin ich nicht angewiesen.'"

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"Am Donnerstag - vier Tage vor dem Abflug - erhielt ich die Zusage, die ich der Organisation längst gegeben hatte. Ich sagte ihnen: "Der Arbeitgeber macht noch Probleme, aber ich komme."

Hätte ich das Okay nicht erhalten, wäre ich zwar nicht mitgeflogen, aber auch nicht zur Arbeit erschienen. Aus Trotz und Wut wäre mir tatsächlich schlecht geworden. Niemand hätte aber sagen können: 'Du bist trotzdem in die Türkei geflogen!'"

Aufgezeichnet von Daniel Gerber

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Gold in Sicht

Das Buch «Gold in Sicht – mein Leben als Mr. Schweiz» ist unter www.claudiominder.ch bestellbar. Falls Sie neu Livenet- und Jesus.ch – Partnermitglied oder Junior-Member werden, erhalten Sie das Buch gratis - zusätzlich zum Dankeschön-Geschenk. Bitte bei der Anmeldung unter http://www.livenet.ch/Support/Mitgliedschaft.php unter Bemerkungen „Buch Claudio Minder“ vermerken.

Zum Start der Serie Claudio Minder: http://www.livenet.ch/www/index.php/D/article/14/8721/

Datum: 27.08.2003

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