EVP Nur noch einen von bisher vier Sitzen hat die EVP Basel-Stadt im Grossen Rat. Die EVP ist damit die grosse Verliererin des neuen Wahlgesetzes.
Bisher musste eine Partei nur in einem Wahlkreis mindestens fünf Prozent der Stimmen erreichen, um in allen an der Sitzverteilung teilzunehmen. Neu reichen vier Prozent, allerdings müssen diese pro Wahlkreis erreicht werden. Die EVP erreichte je 3,7 Prozent in den Wahlkreisen Grossbasel Ost und Grossbasel West. Damit blieb nur noch ein Mandat in Riehen mit Annemarie Pfeifer, wo die EVP 9,8 Prozent erreichte.
Mit den alten Regeln hätte es in Grossbasel West und in Grossbasel Ost für je einen Sitz gereicht. «Die grossen Parteien haben das bewusst so gegen die kleinen gestaltet. Wir waren im Visier», sagte Annemarie Pfeifer gegenüber der Zeitung «Nordwestschweiz». Die Verluste in Riehen, wo die Partei vier Prozentpunkte schlechter als 2008 abschnitt, führt sie auf das ausserordentlich gute Ergebnis von 2008 zurück.
Laut EVP-Co-Präsident und Fraktionschef Christoph Wydler hat das Resultat die EVP nicht unvorbereitet getroffen: «Wir sind nicht völlig überrascht, haben aber keinen Plan B.» Die Partei habe sich auf den Wahlkampf konzentriert und werde sich nun der Zukunftsdiskussion widmen, so Wydler gegenüber der Zeitung. Wem sich die EVP im Parlament anschliessen wird, sei noch offen. Möglich wären laut Wydler die CVP oder die GLP.
Ironie der Geschichte, das neue Wahlgesetz wäre eigentlich gegen den rechtsaussen stehenden Eric Weber gerichtet gewesen. Es hat jetzt aber die EVP getroffen, während Weber dennoch gewählt wurde.