Wenn Ihr Haus lichterloh brennen würde, was würden Sie daraus retten? Diese Frage stellte Michael Herbst, Universitätsprofessor und Direktor vom «Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung», den 7‘500 Besuchern der Willow-Creek-Konferenz in Stuttgart.
Michael Herbst
Das, was man aus dem brennenden Haus rettet, ist das Unaufgebbare, die Sache, ohne die man nicht leben kann. Diese gelte es zu finden, um einen Fokus im Leben zu haben. Laut Herbst muss auch jede Gemeinde herausfinden, was für sie unverzichtbar und lebenswichtig ist. Dies könne beispielsweise heissen, in die geistliche Erneuerung und den missionarischen Aufbruch in Deutschland zu investieren, statt krampfhaft am kleinen Budget der Gemeinde festzuhalten.
Auch Jesus entschied, was für ihn lebenswichtig ist. Aus diesem Grund kam er auf die Erde: «Für Jesus bist du unaufgebbar. Du bist seine Habseligkeit», formulierte es Herbst. Dies sei das Geheimnis des christlichen Glaubens, dass Jesus den Himmel und seine Privilegien aufgegeben hat, auf die Erde gekommen und für die Menschen gestorben ist. «Jesus würde dich und mich aus einem brennenden Haus retten. Und das hat er auch getan und ist dabei verbrannt. Das ist Gnade!»
Die Suche nach dem Unaufgebbaren jedes Einzelnen sei schwierig, aber notwendig und sollte nicht erst begonnen werden, wenn das Haus schon brennt, so Michael Herbst. Und für die Suche gab er den Teilnehmern noch einen letzten Rat mit auf den Weg: «Wo Jesus ist, da ist das Unaufgebbare.»
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