Euro 2008

Fussball fördert Umweltschutz

Zoom
Grüne EM: Nachhaltige Konzepte sollen Umwelt schonen und Fairness schaffen.
Wien. Rund eine Million Stadionbesucher und hunderttausende Begeisterte in den Fanzonen werden der Tourismusbranche in Österreich und der Schweiz während der Euro 2008 volle Betten und klingelnde Kassen bescheren. Doch können aus dem Massenereignis neben den wirtschaftlichen Effekten auch nachhaltige Ansätze für den ökologischen und sozialen Bereich resultieren? Diese Frage stellte sich das Institut für Integrativen Tourismus und Entwicklung und untersuchte, ob das Event Österreich zum Titel Nachhaltigkeits-Europameister verhelfen könnte. Das Ergebnis: "Der Sieg ist möglich. Angebote, um das sportliche und touristische Grossereignis nachhaltig zu gestalten, sind zahlreich vorhanden. Allein, es mangelt an der Information der breiten Bevölkerung.“

So wartet das vom Lebensministerium initiierte Nachhaltigkeitskonzept "Umwelt am Ball" mit zahlreichen Empfehlungen und Massnahmen auf, die sich besonders auf den Bereich Energie und Verkehr konzentrieren. Zur Reduktion der verkehrsinduzierten Umweltbelastungen wurde das Angebot an öffentlichen klimafreundlicheren Nah- und Fernverkehrsmitteln aufgestockt und länderübergreifend vernetzt. Die Stadien und Fanmeilen sollen hauptsächlich mit Öko-Strom versorgt werden. Um die Euro nicht zu einer Wegwerfveranstaltung zu machen, wird in Fanzonen und Stadien auf Mehrwegbecher, Bepfandung und abfallarme Nahrungsmittelausgabe gesetzt. Im Verpflegungsbereich wird bevorzugt auf regionale und fair gehandelte Produkte zurückgegriffen.

Im sozialen Bereich betätigt sich unter anderem die Initiative "Fair Play. Viele Farben. Ein Spiel mit den "Fanbotschaften" , die heimischen und angereisten Fans als Treffpunkte und Informationsplattformen dienen. Stationäre Botschaften in den EM-Städten und mobile Konsulate sollen den Fans helfen, sich zurecht zu finden und die Gastgeberländer - nachhaltig - in guter Erinnerung zu behalten.

Das Antirassismusprogramm des europäischen Netzwerks "FARE - Football against Racism in Europe" setzt zur Prävention von Rassismus und Diskriminierung bei der EM auf TV-Spots, eine Strassenfussball-Tour und ein mehrsprachiges Fan-Magazine.

Datum: 23.06.2008
Quelle: pte online

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Christine Brudsche ist schwerhörig. Ohne Schulabschluss und Ausbildung, litt sie lange unter der Lebenslüge «Ich bin nichts wert». Eindrücklich...
Das Kernanliegen der Vineyard
Mit einer Pfingstkonferenz will die Vineyard-Bewegung über Pfingsten den geistlichen Aufbruch in Europa fördern. Wer ist die Vineyard, und was bewegt...
Rückblick
Lesen Sie hier die interessantesten Artikel der letzten Woche.
Protestanten und ihre Lieder
Die zur Universität Erfurt gehörende Forschungsbibliothek Gotha hat eine Abschrift des ersten protestantischen Gesangbuchs, des sogenannten «...

Anzeige

Anzeige

VERANSTALTUNGEN

27. Mai, 19.30Uhr in Suhr
lebe deine Berufung – mach einen Unterschied in dieser Welt!
17. Juni 2012, 10 Uhr in Bad-Zurzach