Gemeinnützige Organisationen schaffen rund 180‘000 Vollzeitstellen in der Schweiz. Dies zeigt eine am 28. Juli veröffentliche Studie der Universität Freiburg. Etwa 100‘000 Organisationen geben laut VMI mehr (nicht besser entlöhnte!) Arbeit als der Finanzsektor, der etwa 170‘000 Personen beschäftigt. Zu zwei Dritteln sind die Beschäftigten der gemeinnützigen Organisationen laut der Studie im Gesundheitswesen und dem sozialen Bereich zu finden, weitere zehn Prozent im Bildungssektor.
Nicht berücksichtigt wird in der Studie des Instituts für Vereins-, Stiftungs- und Genossenschaftsmanagement (VMI) die Arbeitsleistung der Freiwilligen, die 80‘000 Vollzeitstellen ausmacht. Würde die Arbeitsleistung der Freiwilligen miteinberechnet, hätten die gemeinnützigen Organisationen einen Anteil von 6,4 Prozent am Arbeitsmarkt.
In den Nachbarländern der Schweiz ist diese Rate meist niedriger: So beträgt sie in Deutschland 5,9 Prozent, in Italien 3,8 Prozent und in Österreich 4,9 Prozent. In Frankreich ist sie dagegen mit 7,6 Prozent höher als in der Schweiz.
Als gemeinnützige Organisationen gelten neben Hilfswerken und Spitex auch Institutionen wie der Weltfussballverband (Fifa), die politischen Parteien, Förderstiftungen, Wohnbaugenossenschaften und private Schulen. Die Studie erfolgte im Rahmen des «Comparative Nonprofit Sector Project» der Johns Hopkins Universität in den USA. Die Angestellten und Freiwilligen von Kirchen werden dabei nicht erfasst.
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