Über 5000 Briten protestierten im Frühjahr gegen die Ausstrahlung des TV-Spots der Organisation Marie Stopes, die Abtreibungskliniken betreibt. Das TV-Aufsichtsorgan hält daran fest, dass die Spots nicht beleidigend waren.
Die britische Advertising Standards Authority (ASA), ein Selbstkontrollorgan der Werbeindustrie, befand, dass die Richtlinien nicht verletzt wurden - obwohl das Thema «kontrovers und für manche widerwärtig» sei. Weder habe der Spot das Problem ungewollter Schwangerschaften verharmlost noch Abtreibung als banalisiert noch Promiskuität gefördert.
Kommerzielle Anbieter dürfen auch im Vereinigten Königreich nicht für Abtreibung werben; Marie Stopes International, Betreiberin von immerhin neun «Abortion treatment centers» in England, ist jedoch wegen ihrer Beratungsangebote als gemeinnützig anerkannt. Zur Beratung, nicht zur Abtreibung lädt der Spot ungewollt Schwangere ein. Obwohl Marie Stopes in Grossbritannien einer der grossen, wenn nicht der grösste Anbieter von Abtreibungen ist, war der Spot für die ASA daher keine Abtreibungspropaganda.
Zu Protesten gegen den Spot rief die Lebensrechtsorganisation SPUC auf. Ihre Kartenaktion brachte den Spot in der schwarzen Liste der anstössigsten TV-Spots auf Platz 7. Die SPUC betont, dass die unterschwellige Botschaft «Wir können ungeborene Babies killen» ebenso verwerflich ist wie «Wir können Einwanderer killen» oder «Wir können Pädophile killen».
«Wie kann ich wissen, was Gott will?» Diese Frage ist bei grossen und kleinen Entscheidungen keine Nebensache. Es ist wichtig, zu wissen, was Gott zu...