«Wir müssen Gott danken, dass wir Argentinier sind!»

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Maradona (Foto: Armando Tovar)
Diego Armando Maradona – er scheint aus seinen Landsleuten ein einig Volk von Betern zu machen. Denn nach dem Sieg über Deutschland sagte ein südamerikanischer Journalist: «Wir müssen Gott danken, dass wir Argentinier sind!»

Argentinien besiegte die deutsche Fussball-Nationalmannschaft mit 1:0. Ein wichtiger Sieg für Maradona (49), den Trainer der «Gauchos», gegen den sich nach einer eher mageren Qualifikation zur WM die kritische Aufmerksamkeit seiner Landsleute gerichtet hatte. So berichteten die «Stuttgarter Nachrichten» wortgewandt: «Kaum ein deutscher Spieler liess es sich nehmen, die Hand Gottes zu schütteln. Und wenn doch einer wagte, einfach so vorbeizulaufen, schritt Maradona selbst zur Tat, um sich gratulieren zu lassen. Die Minuten nach dem Abpfiff hatte er fest im Griff, so wie seine Mannschaften die 90 Minuten zuvor.»

«Die Hand Gottes», so wird wahlweise Maradona oder auch nur seine rechte Hand genannt. Die Unterscheidung ist auch nicht weiter wesentlich, da der südamerikanische Nationalheld den Unterschied selber nicht genau trennt. Nach seinem legendären Hands-Tor im WM-Viertelfinale 1986 gegen England traf er per Hand; «der ganze Maradona hat das Tor geschossen», versicherte der 1,65 Meter grosse Wirbelwind.

«Ich bete für den Titel»

«Das ist die Mannschaft, die nach 24 Jahren wieder Weltmeister werden kann», bilanziert der Argentinier nun, 24 Jahre nachdem laut seiner Darstellung sein ganzer Körper das Tor geschossen hatte. «Ich bete dafür.»

Dem Vernehmen nach bedankte sich Maradona bei Gott auch schon dafür, «dass Messi Argentinier ist.» Und nach dem Sieg auf deutschen Boden sagte ein argentinischer Journalist laut den «Stuttgarter Nachrichten» auf der Pressekonferenz: «Wir müssen Gott danken, dass Sie Argentinier sind.»

«Gott rette mich schon oft!»

Das Wort «Gott» kommt bei «der Hand Gottes» dann und wann über die dazugehörigen Lippen. So etwa, als er vor fünf Jahren über den Stand des Drogenentzugs befragt wurde: «Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu Gott, und er will mich noch nicht da oben haben.»

Als sein Team in Schieflage geriet und fraglich war, ob sich die Elf für die Fussball-WM 2010 in Südafrika qualifiziert, sollte Gott persönlich nachhelfen. Gott habe ihn schon oft gerettet und er hoffe, dass dies auch diesmal geschehen werde, erklärte Maradona im Radiosender «Cadena 3».

Bereits vor der brisanten Partie gegen Rekordweltmeister Brasilien - die 1:3 verloren ging - versammelte Maradona seine Stars in der kleinen Kapelle auf dem Gelände des argentinischen Fussballverbandes in Ezeiza zum Gebet.

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Datum: 06.03.2010

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