Emma Watson

«Ich war die Schlechteste im Schauspielkurs»

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Emma Watson. (Foto: Matheus Sanchez)
«Harry-Potter»-Star Emma Watson (20) ist mit einer Gage von rund dreissig Millionen US-Dollar eine der bestbezahlten Schauspielerinnen der Welt. Umso mehr verblüfft ihre Aussage: «In meinem Schauspielkurs war ich die Schlechteste!» Damit macht sie - wohl ohne es zu wissen - Mut.

Als Harry-Potter-Gefährtin und Streberin «Hermine» wurde Emma Watson (20) im letzten Jahrzehnt zum Weltstar. Doch ihre Sorgen scheinen alltäglich geblieben, ihre Zitate im Magazin «Vanity Fair» jedenfalls lassen dies erahnen. Im September 2009 begann sie ein Literaturstudium auf der Elite-Universität Brown in Rhode Island. Auch habe sie dort einen Schauspielkurs. «Dort war ich die Schlechteste!»

«Bevor ich auf die Brown gegangen bin, hatte ich Angst, dass es mir vergönnt ist, Karriere zu machen und gleichzeitig ein normales Leben zu führen», erzählt Watson. Sie habe gedacht, die Leute würden glauben, dass sie nicht beides verdiene, schreibt die «Krone». Sie hätte befürchtet, die Leute würden sagen: «Du bist berühmt. Du bekommst Handtaschen umsonst. Warum solltest du es verdienen, normal zu leben?» Eingelebt habe sie sich erst, als sie ihr Zimmer mit einem Mädchen teilen durfte, das überhaupt kein Interesse an «Harry Potter» zeigte.

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Emma auf einem Filmplakat.
Schwache mächtig

Mutige Worte, immerhin gehört die in Frankreich geborene und in England aufgewachsene Schauspielerin bereits mit zwanzig Jahren zu den am besten bezahlten Frauen Hollywoods.

Sie erinnern auch an ein biblisches Prinzip. Gott lässt sich nicht vom Starken imponieren und er bevorzugt diese auch nicht. Im Gegenteil, er setzt sich für den Armen, den Unterdrückten und den Mutlosen ein: «Gottes Kraft ist in den Schwachen mächtig.»* Dieser Satz bringt es auf den Punkt. Symbolisch nun hat Emma Watson dies illustriert. Obschon sie sich selber als die Schlechteste im Schauspielunterricht bezeichnet, hat sie einiges erreicht.

Mit aller Schwachheit voran

Es geht nicht darum, alles auf die leichte Schulter zu nehmen und zu denken, «Gott richtet es dann schon». Sondern es geht darum, in Freiheit, entspannt und ohne zusätzlichen Druck mutig vorangehen zu können. Im Wissen, dass er einem beisteht, dass man bei ihm angenommen ist und er einem hilft - auch wenn man sich als der oder die Schlechteste in der Klasse, am Arbeitsort oder wo auch immer sieht.

* Die Bibel, 2. Korinther, Kapitel 12, Vers 9

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Datum: 02.06.2010

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