"Wie gewonnen, so zerronnen" - König Salomo beurteilt die WM

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Italiens Alessandro Nesta im Zweikampf gegen Ghanas Matthew Amoah.
Die Bibel bietet Handfestes für den Alltag. Das zeigen die Aussagen des weisen König Salomo. Er sprach mitten ins Leben hinein. Als WM-Sonderkorrespondent hat er zu jedem Spiel einen Spruch auf Lager. So auch zu den zweiten zehn Spielen.

Spiel 11

Italien - Ghana 2:0.
Ghana schrammte nahe am 1:1-Unentschieden vorbei. Aber der Schiedsrichter verwehrte den Afrikanern einen Penalty und die zweite umstrittene Szene gab ebenfalls keinen Elfer. Dafür traf Italien zum 2:0.

Salomo mahnt den Spielleiter: "Du aber tritt für die Leute ein, die sich selbst nicht verteidigen können! Schütze das Recht der Hilflosen! Sprich für sie, und regiere gerecht! Hilf den Armen und Unterdrückten." Sprüche 31,8 & 9

Spiel 12

Südkorea - Togo 2:1
Togos Spieler streikten, weil der Verband die vereinbarten Prämien nicht bezahlte. Nach der dritten ausgefallenen Übungseinheit trat Trainer Pfister zurück. Im ganzen "Togowabohu" wussten die Spieler einen Tag vor dem Match nicht, wer ihr Trainer ist. Die Afrikaner gingen zwar sogar in Führung, steckten dann aber einen Platzverweis ein und standen zuletzt als Verlierer da.

Salomos ernste Worte zu den Togo-Spielern: "Ein eifriger Mensch, der nicht nachdenkt, richtet nur Schaden an; und was übereilt begonnen wird, misslingt." Sprüche 19,2

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Jung-Hwan Ahn schoss Südkorea zum Sieg gegen Togo.

Spiel 13

Frankreich - Schweiz 0:0
Es gab schönere Spiele an dieser WM. Taktisch wehrte sich die Schweiz gut gegen den Weltmeister von 1998. Der Punkt ist verdient. Händeringend wehrt sich Frankreich dagegen, in eine Krise zu rutschen - die "Grande Nation" hat seit vier WM-Spielen nicht mehr getroffen.

Salomo, mit einem Schweizer Fan-Shirt: "Wer hart arbeitet, hat Erfolg und kommt nach oben; der Faule dagegen muss als Sklave dienen." Sprüche 12,24

Spiel 14

Brasilien - Kroatien 1:0
Physisch war Brasilien anwesend. Elf Spieler standen auf dem Platz, bewegten sich dann und wann. Der Titelverteidiger und Rekordweltmeister spielte wenig besser als die Zahl der Tore, die Kroatien schoss. Brasilien startete mit angezogener Handbremse ins Turnier, Kroatien verpasste gleich mehrfach den Ausgleich.

Salomo mahnt Brasilien wegen dieses Spiels mit dem Feuer: "Kann man etwa Feuer in der Manteltasche tragen, ohne den Mantel in Brand zu stecken?" Sprüche 6,27

Spiel 15

Spanien - Ukraine 4:0
Spanien kennt nur eine Richtung: Vorwärts. Vor den Augen der spanischen Prinzessin spielten die Spanier königlich und trafen gleich viermal.

Salomo lässt seinen Kameraden Agur kommentieren: "Drei sind unersättlich, und auch das Vierte bekommt niemals genug: das Reich der Toten, eine unfruchtbare Frau, die gerne Kinder haben möchte, trockener Boden, der nach Regen dürstet, und das Feuer, das gierig immer weiterfrisst." Sprüche 30,15b & 16

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Dado Prso steckte mit Kroatien eine Niederlage gegen Brasilien ein.

Spiel 16

Tunesien - Saudi-Arabien 2:2
Tunesien war Favorit. Den Saudis winkten bei einem Sieg unglaublich hohe Prämien. Standesgemäss ging Tunesien in Führung. Doch dann kehrten die Saudis den Match, führten 2:1 und träumten schon von Jachten, Wagen, Villa und Moneten. Da verhinderte ein Tunesien-Treffer die Saudi-Gaudi. 2:2 ist für Saudi-Arabien ein positives Resultat.

Salomo mit Blick auf die Prämien, die bei einem Saudi-Sieg winkten: "Schneller als ein Adler fliegen kann, ist dein Geld plötzlich weg - wie gewonnen, so zerronnen!" Sprüche 23,5

Spiel 17

Deutschland - Polen 1:0
Nach 91 Minuten traf Neuville für Deutschland. Polen hat keine Chancen mehr auf die Achtelfinals, während Deutschland dank diesem Sieg eine Runde weiter ist. Aber es brauchte Geduld. Mehr als 5500 Spielsekunden.

Salomo freut sich, dass Deutschland nicht aus dem Konzept fiel: "Geduld zu haben ist besser, als ein Held zu sein; und sich selbst beherrschen ist besser, als Städte zu erobern!" Sprüche 16,32

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«Zusammenrücken, Jungs. Die WM dauert noch lange!» Ecuador rauscht auf der Überholspur davon.

Spiel 18

Ecuador - Costa Rica 3:0
Diesmal drei "Ecuatore": Die Südamerikaner brausen in die Achtelfinale. Zwei Tore gegen Polen, jetzt drei gegen Costa Rica. Damit bringen sie Deutschland in Zugzwang. Das Team von Jürgen Klinsmann muss gegen Ecuador siegen, sonst wartet im Achtelfinale England ...

Salomo bedauert Costa Rica. Für sie gibt's kein Achtelfinale. "Was krumm gewachsen ist, kann man nicht gerade biegen, und was nicht da ist, kann man nicht zählen." Prediger 1,15

Spiel 19

England - Trinidad & Tobago 2:0
In der 83. Minute brach der Damm. Bis dahin zerbarst England an der Abwehr von "TNT". Der Karibikstaat verkaufte seine Haut erneut teuer.

Salomo über die "TNT"-Abwehr: "Sie kennt und überwacht alles, was in ihrem Haus vor sich geht - nur Faulheit kennt sie nicht!" Sprüche 31,27

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Dwight York brachte mit Trinidad & Tobago die Engländer in Verlegenheit.

Spiel 20

Schweden - Paraguay 1:0
Eine Zangengeburt. Erst in der 89. Minute trifft der "FC Ikea". Paraguay verpasst das Achtelfinale. Auch nach 180 WM-Spielminuten haben die Südamerikaner noch keinen Treffer erzielt. Schweden schaffte seinen ersten nach 179 qualvollen Minuten.

Salomo zu den untröstlichen Paraguay-Spielern: "Doch dann dachte ich nach über das, was ich erreicht hatte, und wie hart ich dafür arbeiten musste, und ich erkannte: Alles war letztendlich sinnlos - als hätte ich versucht, den Wind einzufangen! Es gibt auf dieser Welt keinen bleibenden Gewinn." Prediger 2,11

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Datum: 16.06.2006

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