Seit dem WM-Achtelfinale ist er einer der bestbezahlten Zuschauer: Cristiano Ronaldo. (Foto: Realmadrid.pl)
Es sollte die WM der Weltstars werden. Doch Ribery, Drogba, Ronaldo und Messi spielten nicht überirdisch, sondern überhaupt keine Rolle. Sie gehören zu den Verlierern des Turniers. - Sagt auch Gott: «Du musst erst siegen, um meine Liebe zu kriegen»?
Es sollte ihre WM werden, schreibt die «Berner Zeitung» und listet die «Top Ten der Enttäuschungen» auf. Cristiano Ronaldo, bei den «Galaktischen» (Real Madrid) einer der Leitsterne, war in Südafrika laut der BZ ein «frustrierter Gockel eines mittelmässigen Hühnerhaufens». Ribery, ja, der sei auch an der WM gewesen, und zu Rooney: «Hat er überhaupt mal aufs Tor geschossen?»
Bei Eto'o stellte sich die Frage, wo dieser Stürmer war, der Inter Mailand zum Triple verholfen hatte (Meister, Cupsieger und Champions League Sieger). Im grünen Trikot von Kamerun habe er jedenfalls nicht gesteckt. Kaka ohne Tor und Einfluss, Messi im National-Dress weiterhin ein Rätsel und Torres immer als Erster ausgewechselt ... einige grosse Namen, Stars des Fussball, verglühten nach einem kurzen Aufflackern für den Rest dieser WM.
Bekannte Gefühle
Die erwähnten Top-Fussballer dürften sich ihren Auftritt bei der Weltfussball-Ausstellung komplett anders vorgestellt haben. Doch für Kaka reihte sich das frühe WM-Aus Brasiliens an eine ohnehin verknorzte Saison, Ribery zeigte sich beim Bestreiken des Trainings als aufmüpfig, und die italienische Elf, immerhin als Titelverteidiger angetreten, holte mit zwei Zählern nur halb so viele Punkte wie die Schweiz, die mit vier Punkten eine bessere Ausbeute einfuhr als Italien und Frankreich (1 Punkt) zusammen. Und wir sprechen hier immerhin von den beiden Finalisten der letzten WM-Endrunde. - Das Gefühl ist bekannt: Man nimmt sich viel vor, erhofft sich einiges und scheitert zuletzt grandios.
Leistung und Liebe
Franck Ribéry, hier im Dress der Bayern, musste sich bald geschlagen geben. (Foto: André Zehetbauer)
Dieser Enttäuschung von sich selbst steht dennoch eine Gewissheit als markanter Kontrapunkt gegenüber: Gottes Liebe ist bei Sieg oder Niederlage um keinen Mikrometer grösser oder kleiner. Er liebt einfach. Ihm spielt es keine Rolle, ob man im Endspiel in Südafrika im Penaltyschiessen die aufgeblasene Leaderkugel im tiefsten Tief der Maschen versenkt oder den Ball aus Versehen meilenweit übers Tor schiesst.
Gott schreibt in der Bibel nicht: «Du musst erst siegen, um meine Liebe zu kriegen.» Im Gegenteil. In Psalm 139 dokumentiert er, als wie wichtig er einen anschaut, so wichtig, dass er selbst die Haare auf dem Kopf gezählt hat. Im Buch der Bücher schildert er zudem, dass er darauf wartet, dass wir uns zu ihm wenden. Wer ihn vielleicht noch nicht kennt: Der Schritt ist einfacher als einen Elfmeter-Treffer und zugleich nachhaltiger als ein Titelgewinn in Südafrika.
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