AD(H)S: Natur statt Psychopharmaka?

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AD(H)S: Auf Druck oder Hektik reagieren die Kinder entweder mit Bockigkeit oder sie sind völlig blockiert
AD(H)S nennt die Wissenschaft eine Erkrankung, an der immer mehr Kinder leiden. Dabei kommt es zu relevanten Störungen der Aufmerksamkeit und des Konzentrationsvermögens. Damit kombiniert können Hyperaktivitätsstörungen sein, die aber nicht immer auftreten müssen.

Das Ergebnis sind Kinder, die mit ihren schulischen Leistungen zurück bleiben und damit häufig als «dumm» bezeichnet werden. «Vielfach werden diese "Looser" nicht als krank erkannt», bedauern Experten.

Bislang hatte die Medizin die Wahl zwischen Gesprächen, Psychotherapie oder Familientherapie auf der einen Seite und «harten» Psychopharmaka wie Amphetaminen auf der anderen.

Ursache gefunden?

Neuere Forschungen sollen belegen, dass bei vielen dieser Kinder im Gehirn ein Mangel an bestimmten Fettsäuren vorliegt. Diese so genannten Omega-Fettsäuren werden im Organismus so gut wie nicht produziert und müssen von aussen zugeführt werden.

Aber nicht nur das Fehlen, auch ein Überwiegen anderer «ungesunder» Fette wie Cholesterin und Transfette stört die sensible Fettbalance im Gehirn. Sie verdrängen die Omega-Fettsäuren aus ihren Bindungen und blockieren so deren Funktion.

Erst seit wenigen Jahren beschäftigt sich die Medizin mit der Bedeutung der Omega-Fettsäuren für das Gehirn. In den letzten Monaten sind zahlreiche Beobachtungs-Studien erschienen, die ein erstaunliches Phänomen offen legen. Die Gabe von Omega-Fettsäuren führt zu Verbesserungen bei Erkrankungen des Zentralnervensystems.

Auch für andere Krankheiten gut

Dazu gehören so unterschiedliche Krankheitsbilder wie Depression, Schizophrenie, Autismus oder sogar Morbus Alzheimer. Die Wissenschaft bietet eine bestechend einfache Erklärung an. Omega-Fettsäuren sind gleichsam der Treibstoff der Nervenzellen. Eine Normalisierung des Omega-Fettsäure-Haushaltes in der Nervenzelle führt daher zu einer verbesserten Funktion.

«Deutliche Besserung»
Wissenschaftliche Studien in Europa und Australien ziehen den Schluss, dass der Ersatz dieser Omega-Fettsäuren zu einer deutlichen Besserung der ADHS-Symptomatik führt.

Expertin Brigitte Hackenberg, Kinder- und Jugendpsychiatrien in Wien: «Wichtig ist hier "hoch dosiert". Ein wohl gemeintes Nahrungsergänzungsmittel aus der Drogerie enthält - bildlich gesprochen - nur Spuren jener Dosierung, die für den Einsatz bei Aufmerksamkeitsstörungen nötig sind. Es wäre völlig wirkungslos.»

Zum Thema:
www.v-p-c.at/omega2010.html
www.equazen.at

Datum: 29.04.2010

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