Die Antarktis zeigt Wachstumstendenz. (Foto: Hannes Grobe/AWI)
Die deutsche Forschungsstation «Neumayer III» in der Antarktis meldet einen neuen Kälterekord: Minus 50,2 Grad Celsius.
Seit dem Bau der ersten Station vor rund dreissig Jahren seien nur zehnmal ähnlich niedrige Temperaturen in der Antarktis gemessen worden: «Erstmals sind wir jetzt unter die Minus-50-Grad-Grenze gerutscht», sagt der Polar-Meteorologe des Bremerhavener Alfred-Wegener-Institutes, Gert König-Langlo, zu «Focus Online».
Normalerweise sei es in der Mitte des antarktischen Winters etwa zwanzig Grad Celsius wärmer als jetzt. Der Kälterekord sei aber keine Erscheinung des Klimawandels, sondern ein regionales Wetterphänomen, berichtet Focus. Der Kältepol der Erde werde seit rund dreissig Jahren an der russischen Antarktis-Station Vostock gemessen. Im Landesinneren auf 3000 Metern Höhe fallen die Temperaturen bis etwa -90 Grad Celsius.
Klima oder Wetter
Während warme Temperaturen, wie wir sie in Zentraleuropa in diesen Tagen kennen, umgehend als «menschgemachte Klimaerwärmung» gedeutet werden, werden Kältewellen und wachsende Gletscher gerne als «örtliche Wetterkapriolen» ausgelegt. Der aktuelle Befund in der Antarktis ist übrigens nicht neu: Bereits vor fünf Jahren berichtete die «Welt», dass der Eispanzer gemäss Satellitenbildern wächst.
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