Exodus der Christen aus der Tigris-Metropole Mosul

Zoom
Irakische Christinnen beim Gebet.
Bagdad. Aus Furcht vor der anhaltenden Gewalt gegen Christen hat in der nordirakischen Tigris-Metropole Mosul eine massive Fluchtbewegung eingesetzt. 1000 Familien seien in christliche Kleinstädte der Umgebung geflohen, wo sie in Schulen, Kirchen und Klöstern Zuflucht suchten, sagte der Provinzgouverneur von Ninive, Duraid M. Kashmula.

Er machte Anhänger des Terrornetzwerks "Al Kaida" für die Welle der Gewalt gegen Christen verantwortlich. In den Kleinstädten gibt es keinerlei humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge - trotz aller Hilferufe an das Rote Kreuz. Das irakische Innenministerium hat am Sonntag rund 900 Polizisten nach Mosul beordert, die dort christliche Viertel und Kirchen schützen sollen.

Zwei Brigaden mit jeweils 440 Polizisten seien nach Mosul entsandt worden, sagte der Sprecher des irakischen Innenministeriums, Abdelkarim Khalaf. Für die dortigen Kirchen gelte die höchste Sicherheitsstufe. In der Nacht auf Sonntag wurden zahlreiche Strassensperren errichtet, an denen die Polizisten Autos kontrollieren. "Wir haben den Christen über ihre Pfarrer mitgeteilt, dass wir da sind, um die Sicherheit jedes einzelnen Hauses, jedes Menschen zu gewährleisen", betonte ein Militärsprecher.

Datum: 15.10.2008
Quelle: Kipa

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Ein bisschen glauben?
An Gott glauben geschieht für viele so beiläufig und auch nur sporadisch. Das bringt nichts.
«Auf Quasseleien verzichten»
Wie können Gottesdienste attraktiver werden? Dazu hat der Rektor des Theologischen Seminars Elstal (FH), Prof. Volker Spangenberg, einen Zehn-Punkte-...
Einziges Schweizer Konzert
Am Pfingssonntag stehen Andrea und Albert Adams-Frey in Suhr (AG) auf der Bühne. Im Gepäck ihr neues Album «Im Namen des Vaters».
Mehr Lebensqualität
Wer flucht, muss büssen: Eine Kleinstadt im US-Bundesstaat Massachusetts will künftig Ordnungsgelder verhängen.

Anzeige

Kommentar

Spannungsfeld Schule: Die Glaubensfreiheit ausüben
«In der Schule darf man ja immer weniger von seinem Glauben reden» oder «Die Schule wird ja immer...

Anzeige

VERANSTALTUNGEN

27. Mai, 19.30Uhr in Suhr
lebe deine Berufung – mach einen Unterschied in dieser Welt!
17. Juni 2012, 10 Uhr in Bad-Zurzach