Hilfswerke: Ernährungsgipfel ohne Wirkung

Zoom
3.Welternährungsgipfel in Rom.
Am Welternährungsgipfel in Rom ist nichts herausgekommen, was den Hunger in der Welt bekämpft. Konkrete Beschlüsse bezüglich Aktivitäten und finanzielle Verpflichtungen blieben aus. Diese Bilanz zogen Schweizer Hilfswerke nach dem Ende der Konferenz mit Gaddafi, Mugabe und Diplomaten am Mittwoch.

Der 3. Welternährungsgipfel der Uno-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) fand vom 16. bis 18. November in Rom statt. Die in Alliance Sud zusammengeschlossenen Entwicklungsorganisationen kritisieren, dass der Bundesrat keine hochrangige Delegation nach Rom entsandt hatte. Der Bundesrat habe "sich in den Boykott der OECD-Länder gegenüber der FAO eingereiht", heisst es in der Mitteilung weiter. Die Staatengemeinschaft habe "sich offenbar entschieden, den Hunger von Gipfel zu Gipfel zu verwalten, statt ihn zu bekämpfen", bilanziert Rosmarie Bär von Alliance Sud.

Mehr Mittel für die Entwicklungshilfe

Wenn der Bundesrat den Vorsatz in der von der Schweiz mitgetragenen Abschlusserklärung ernst nehme, bis 2010 ein halbes Prozent des Bruttosozialproduktes für die Entwicklungshilfe auszugeben, dann müsse er auf seinen Entscheid zurückkommen, die Hilfe vorerst nicht zu erhöhen, so Alliance Sud. Die Schweiz habe die Stärkung des FAO-Komitees für Nahrungssicherheit (CFS) unterstützt. Die Hilfswerke erwarten daher, dass sie das Komitee auch mit Taten und Finanzen unterstützt, "damit es in der Lage ist, eine kohärente Ernährungspolitik zu realisieren".

Statt des Handels die Kleinbauern fördern

Parallel zum offiziellen Gipfel fand ein Forum von Nichtregierungsorganisationen statt, an dem 700 Vertreter von indigenen Völkern sowie Bauern-, Frauen- und Entwicklungsorganisationen teilnahmen. Dieses hat nach Ansicht der Hilfswerke "anders als der Gipfel konkrete Lösungen vorgestellt". Demnach brauche es keine weitere Liberalisierung und Industrialisierung, sondern "eine konsequente Förderung der umweltfreundlichen, kleinbäuerlichen Landwirtschaft".

Offizielle Webseite zur Konferenz: www.fao.org

Datum: 23.11.2009
Quelle: Kipa

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Ein bisschen glauben?
An Gott glauben geschieht für viele so beiläufig und auch nur sporadisch. Das bringt nichts.
«Auf Quasseleien verzichten»
Wie können Gottesdienste attraktiver werden? Dazu hat der Rektor des Theologischen Seminars Elstal (FH), Prof. Volker Spangenberg, einen Zehn-Punkte-...
Einziges Schweizer Konzert
Am Pfingssonntag stehen Andrea und Albert Adams-Frey in Suhr (AG) auf der Bühne. Im Gepäck ihr neues Album «Im Namen des Vaters».
Mehr Lebensqualität
Wer flucht, muss büssen: Eine Kleinstadt im US-Bundesstaat Massachusetts will künftig Ordnungsgelder verhängen.

Anzeige

Kommentar

Spannungsfeld Schule: Die Glaubensfreiheit ausüben
«In der Schule darf man ja immer weniger von seinem Glauben reden» oder «Die Schule wird ja immer...

Anzeige

VERANSTALTUNGEN

27. Mai, 19.30Uhr in Suhr
lebe deine Berufung – mach einen Unterschied in dieser Welt!
17. Juni 2012, 10 Uhr in Bad-Zurzach