Aygül Özkan ist die erste muslimische Ministerin Deutschlands. Kaum im Amt, forderte sie, die Kreuze aus öffentlichen Schulen zu entfernen. Darüber empörte sich die Partei der künftigen niedersächsische CDU-Sozialministerin. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel distanzierte sich von Özkans Aussagen. Diese entschuldigt sich mittlerweile.
In den 1960er-Jahren wanderten ihre türkischen Eltern in Deutschland ein. Aygül Özkan ging in der Bundesrepublik in den Kindergarten, durchlief Abitur und Jurastudium. Klingt nach perfekter Integration. Doch kaum zur Ministerin designiert, fordert sie als Erstes die Entfernung der Kreuze aus den Schulen.
CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt wies den Vorstoss als «abstruse Idee» zurück. «Solche Verunsicherungen unserer Stammwähler sind wirklich überflüssig. Bei uns bleiben die Kruzifixe in den Klassen und die Gipfelkreuze auf den Bergen.»
Auch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Maria Böhmer (CDU), lehnt den Vorstoss ab: Kruzifixe seien eine «jahrhundertealte christliche Tradition in Deutschland. Ausdruck unserer Tradition und unseres Werteverständnisses».
Nach den heftigen Protesten und einem Sturm der Entrüstung hat Özkan sich entschuldigt, sie bedauere die Irritationen.
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