Herisau: Gewalt unter Jugendlichen in Heim untersucht
Schulheim Wiesen
Im Schulheim Wiesen der «Stiftung Gott hilft» soll es zu sexuellen Übergriffen und körperlichen Misshandlungen unter den Jugendlichen gekommen sein. Verschiedene Medien berufen sich mit ihren Aussagen auf die Organisation «Rechte für Kinder». Die Stiftung, welche nach eigenen Angaben unmittelbar nach den Vorfällen externe Hilfe gesucht hatte, wirft den Behörden Untätigkeit vor.
Der Stellvertretende Leiter der in Zizers GR ansässigen Stiftung, Werner Haller, bestätigte gegenüber der «Südostschweiz» von Mittwoch, 10. März, zwei Fälle, die sich in jüngster Vergangenheit abgespielt haben. In einem Fall wurde ein Mädchen von drei Jugendlichen bedroht und sexuell belästigt. Ein weiteres Kind soll unter den Zuständen im Heim derart gelitten haben, dass es versucht habe, sich das Leben zu nehmen.
Die Stiftung wollte die Vorfälle nicht vertuschen, wie ihr von «Rechte für Kinder» unterstellt werde, sagte Haller gegenüber der Zeitung. Die Stiftung habe in den beiden Fällen sofort reagiert und unter anderem die Hilfe einer Opferhilfe-Stelle in Anspruch genommen.
Auch in weiteren Einrichtungen der Stiftung sei es zu Übergriffen gekommen, sagte Haller weiter: «Wir betreuen in unseren Institutionen vorwiegend Kinder in schwierigen Lebenssituationen. Bei diesen ist das Risiko von Übergriffen untereinander grösser als anderswo», erklärte Haller.
Die Stiftung ist gemäss eigenen Angaben dem Ehrenkodex der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) verpflichtet. Die Stiftung will benachteiligten Kindern und Jugendlichen ganzheitlich ein Zuhause und Begleitung auf Zeit anbieten.
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