Kirchen haben nur noch wenig Einfluss auf Sexualnormen
Landau. Die Kirchen haben nach einer neuen Studie nur noch wenig Einfluss auf das Sexualleben der Deutschen. Religiöse Normen wie das Fortpflanzungsgebot oder das Verbot von Homosexualität, Selbstbefriedigung und Geschlechtsverkehr ausserhalb der Ehe seien nur noch für eine Minderheit von 21 Prozent von Bedeutung, heisst es in einer kürzlich veröffentlichten Studie der deutschen Forschungsstelle für Sexualwissenschaft und Sexualpädagogik an der Universität in Landau.
Für die grosse Mehrheit der deutschen Bevölkerung seien die religiösen Vorschriften hingegen überholt. Viele quittierten die ihrer Einschätzung nach grosse Starrheit religiöser Normen durch Nichtbeachtung und Kirchenaustritte, sagte Projektleiter Norbert Kluge unter Berufung auf eine Emnid-Studie.
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