Mit einer Fotoserie siegte Joséphine Moser in der Kreativ-Kategorie.
Gegen die Armut sollen Christen in der Schweiz Hand anlegen. Das Werk «StopArmut 2015» sammelt Handabdrücke, die im Oktober 2010 der Regierung übergeben werden. Am Aktionstag wird zudem der StopArmut-Preis überreicht, die Eingabefrist läuft am 30. Juli ab.
Am 9. Oktober wird in Bern die zweite StopArmut-Konferenz durchgeführt, erneut wird dabei der StopArmut-Preis verliehen. Mitmachen kann jeder, auch heuer werden die Preise in vier Kategorien vergeben, so etwa in der Kreativ-Kategorie. Koordinator Matthias Stürmer: «Auch Laien können mitmachen, das Herz zählt. Im letzten Jahr siegte eine Schülerin mit einer Fotoarbeit.» Bewusst habe man den Abgabetermin hinter das Ende der Sommerferien gesetzt, auf den 30. Juli, so dass die 14köpfige Jury noch genügend Zeit zur Auswertung findet. Die weiteren Kategorien sind Predigten zum Thema soziale Gerechtigkeit und Armutsbekämpfung sowie Projekte und ein Persönlichkeitspreis.
Im Zentrum der StopArmut-Arbeit stehen die Millenniums-Ziele, die von der UNO vor rund zehn Jahren formuliert wurden mit dem Vorhaben, bis 2015 die weltweite Armut zu halbieren.
Ein Kilometer voller Handabdrücke
Im letzten Jahr nahmen 240 Besucher an der ersten Konferenz teil. Dieses Jahr am 9. Oktober 2010 sprechen auf der zweiten Ausgabe unter anderem DEZA-Direktor Martin Dahinden sowie Thomas Schirrmacher, Sprecher für Menschenrechte der Weltweiten Evangelischen Allianz. «Alle, die sich engagieren, sollen sich hier inspirieren lassen», sagt Stürmer. Auch die Handabdruck-Aktion werde ausgeführt.
Am 10. Oktober folgt der StopArmut-Sonntag, der weltweit von Christen durchgeführt wird. Ziel ist, in christlichen Gemeinden rund um den Globus hundert Millionen Christen zu finden, die ein Gebet gegen die Armut sprechen. Zudem können auch Gemeinden ihre Handabdrücke abgeben. Diese werden auf dem Sekretariat des Werks gesammelt und später der Regierung überreicht. Wenn möglich soll die Handabdruck-Petition ein Kilometer lang sein. «Wir zeigen damit dem Parlament, dass uns Christen die Lage der Armen nicht egal ist.»
Jeder Finger repräsentiert
Das StopArmut-Team: Matthias Stürmer (links), Peter Seeberger (mitte/Teamleiter) und Jean-Daniel André.
Peter Seeberger leitet StopArmut und hofft auf 10.000 Hände - dies laut einer Medienmitteilung der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA), welche StopArmut verantwortet. «Jede Hand mit fünf Fingern repräsentiert die nur noch fünf verbleibenden Jahre bis 2015.»
Die Händeabdrucke werden anschliessend zu einer langen Banderole zusammengeklebt und anlässlich des Welternährungstags am 16. Oktober in Form einer Spirale auf dem Bundesplatz ausgelegt. Dabei sollen Vorschläge zur Armutsbekämpfung unterbreitet werden.
Ende Juni legte der Bundesrat einen Zwischenbericht zu den Millenniumszielen vor. Dieser hält fest, dass trotz Fortschritten viele Länder hinter den Entwicklungszielen zurückblieben. Auf internationaler Ebene wird die Uno-Generalversammlung im September eine nächste Zwischenbilanz zu den Millenniumszielen vornehmen.
Weltweiter Aktionstag
StopArmut Schweiz ist der helvetische Beitrag der internationalen Bewegung «Micah-Challenge». Diese Challenge ist eine weltweite Kampagne von Christen, die gegen die Armut aufstehen und dies am 10. Oktober 2010 durch einen Aktionstag bekräftigen.
Super, dass du auf diese Seite gelangt bist. Vielleicht hast du ziellos herumgesurft. Vielleicht hast du «gegoogelt». Wer du auch bist, ich ermutige...