In Langenthal entsteht Europas erster traditioneller Sikh-Tempel
Luftaufnahme von Langenthal
In den ersten Monaten des nächsten Jahres soll im bernischen Langenthal ein für Europa einmaliger traditioneller Tempel für die Sikhs eröffnet werden. Dies berichtete die Berner Tageszeitung "Der Bund" in ihrer Donnerstagsausgabe. Die schneeweisse Gebetsstätte für 300 Personen befindet sich in einer Gewerbezone an der Bahnlinie zwischen Langenthal und Luzern. Sie kostet rund 1,5 Millionen Franken, die durch Spenden aufgebracht werden.
Trägerin des Sikh-Tempels ist die im Jahr 2000 gegründete Sikh-Stiftung Langenthal. In der Schweiz leben etwa 500 Sikhs. Sie bilden damit eine der kleinsten Religionsgemeinschaften in der Schweiz. Weltweit werden 23 Millionen Sikhs gezählt. Entstanden ist die monotheistische Religion im 15. Jahrhundert in Nordindien.
Ein Sikh-Tempel nennt sich "Gurdwara" (Tor zu Gott). Wichtiger Teil der neuen Gebetsstätte in Langenthal ist die Küche samt Essraum; alle Gäste, ob Sikhs oder nicht, werden gratis verköstigt. Im ersten Stock befindet sich der 150 Quadratmeter grosse Gebets- und Meditationsraum mit Platz für 300 Menschen.
Ein grosser Teil der Arbeit in Langenthal wurde von Sikhs ehrenamtlich geleistet. Einbezogen wurde aber auch das einheimische Gewerbe, was laut Zeitungsbericht dazu beigetragen hat, die Akzeptanz der einheimischen Bevölkerung gegenüber dem fremden Vorhaben zu erhöhen.
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