In Langenthal wird weiter gegen ein Minarett gekämpft
Das Aktionskomitee "Stopp Minarett" hat gegen die Baubewilligung für ein Minarett in der Stadt Langenthal eine Beschwerde beim Kanton Bern eingereicht. Das Komitee hält den geplanten, vom Stadtbauamt bewilligten Bau für nicht-zonenkonform. Neben bautechnischen Mängeln gibt das Komitee als Beschwerdegrund auch eine "fehlende Berücksichtigung ideeller Immissionen" an.
Das Bundesgericht habe 2004 die Baubewilligung für ein gut sieben Meter hohes Kreuz auf einem Privatgrundstück in Gerlafingen SO mit der Begründung abgelehnt, dass der Ausdruck einer religiösen Überzeugung nach aussen nicht zum "unantastbaren Kerngehalt der Religionsfreiheit" gehöre und als "ein über die Verhältnisse störender Fremdkörper" nicht bewilligungsfähig sei, schreibt das Komitee in einer Medienmitteilung von Freitag, 31. Juli. Werde bereits ein sieben Meter hohes Kreuz, das christliche Symbol schlechthin, als eine ideelle Immission qualifiziert und dessen Bau als nicht zulässig beurteilt, so müsse "Gleiches mit Bestimmtheit im Zusammenhang mit einer Moschee mit Minarett gelten".
"Mehr als bloss ein Türmchen"
Es sei davon auszugehen, "dass hinter dem penetranten Drängen nach einem Minarettbau in Langenthal aus islamisch ideologischer Sicht weit mehr steckt als bloss ein Türmchen", vermutet das Aktionskomitee. Die Orientalistin Annemarie Schimmel habe das Minarett nicht zufällig als "Siegeszeichen in einem vom Islam neu eroberten Gebiet" bezeichnet.
Die Stadt Langenthal hat die Baubewilligung für den Bau des Minaretts am 1. Juli erteilt. Dieses soll auf dem bestehenden Vereinslokal der Islamischen Glaubensgemeinschaft Langenthal entstehen. Gebetsrufe eines Muezzins soll es aber keine geben.
Weil die Übertragungen der Gottesdienste im Deutschschweizer Fernsehen an Zuschauern verlieren, wird an einem neuen Format für eine religiöse Sendung...