Die ungewöhnliche Idee, Kriminalität durch Gebet zu bekämpfen, findet in Grossbritannien Anklang. Die englische «Christian Police Association» (CPA) wird vom britischen Innenministerium mit umgerechnet rund 17 000 Franken unterstützt.
Wie «Spiegel Online» in Berufung auf einen Artikel im «Independent» schreibt, sei das CPA einmalig mit 10 000 Pfund unterstützt worden. Dies mit dem Ziel, die öffentliche Sicherheit zu verbessern, antisoziales Verhalten zu bekämpfen und Gewalt zu reduzieren. Auch die Zusammenarbeit mit Kirchgemeinden solle ausgebaut werden.
Indizien für Kriminalitätsrückgang
Die 2000-köpfige CPA gehe gemäss «Independent» davon aus, dass regelmässige Gebetszirkel die Kriminalitätsrate reduzieren würde und Straftäter auf den rechten Weg zurückführten. Zitiert wird auch Les Isaacs, der Gründer einer Pastorenbewegung, die sich in Problemvierteln engagiert. Er sei überzeugt, dass die Menschen dank Gebet weniger aggressiv würden. Der CPA-Vorsitzende Don Axcell seinerseits rufe die Bevölkerung dazu auf, etwa für die Aufklärung von Verbrechen und den Schutz der Beamten zu beten.
Kritik an staatlicher Unterstützung
Terry Sanderson hingegen, Präsident der Nationalen Säkularen Gesellschaft in England, halte diesen staatlichen Zuschuss für problematisch. Wenn es eine vollkommen weltliche Institution gebe, dann sei es die Polizei. Trotzdem gebe es christliche, jüdische und muslimische Polizistenvereinigungen, die um immer grösseren Einfluss und mehr Geld wetteiferten.
Was wär das Leben ohne Stereo! Es ist nicht zu übersehen, das Verhältnis eins zu zwei. Wir haben mehr Organe zum Hören als zum Reden. Ein Fingerzeig...