«Die Zeit» startet neue Rubrik «Glauben und Zweifel»
Religions- und Sinnfragen sowie Wertedebatten sollen in "Die Zeit" neu aufgegriffen werden.
In der Hamburger Wochenzeitung «Die Zeit» wird es künftig eine eigene Rubrik «Glauben und Zweifel» geben. «In der Gesellschaft sind so viele neue Bedürfnisse entstanden, auf die wir Journalisten mit unseren Blättern auch reagieren müssen. Wir wollen nun etwas Neues ausprobieren», erläuterte «Zeit»-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo die Pläne.
Der «Zeit»-Chef zitierte auch den Historiker und Publizist Joachim Fest, der einen «Werteverlust, den Rückzug ins Private und der moralischen Resignation erkannte.» Das will di Lorenzo nun ändern. Mit der Unterstützung seines Verlages, der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, kann er rechnen. Auch andere Medien des Verlages, der zum grossen Teil dem Christen Stefan von Holtzbrinck gehört, setzten sich in der Vergangenheit bereits sehr kritisch mit aktuellen Fragen zu Weltanschauungen und ihren Vertretern auseinander. Stefan von Holtzbrinck und die Verlagsgruppe engagieren sich auch im sozialen Bereich.
Religions- und Sinnfragen
Eingeführt wird darum eine «Glauben und Zweifel» genannte Rubrik als Ersatz für die bisherigen «Zeitläufte». Das neue Ressort soll am Ende des Feuilletonteils platziert werden und Religions- und Sinnfragen sowie Wertedebatten aufgreifen. Neben der Einführung der Rubrik «Glauben und Zweifel» plant «Die Zeit» den Umbau der bisherigen Traditionsrubrik «Zeitläufte» in ein neues Ressort «Geschichte»; mit der Rubrik «Die Zeit der Leser» soll ausserdem den Kommentaren, Einsendungen und Gedanken der Leser ein eigener Platz eingeräumt werden. Ab der Oster-Ausgabe sollen die drei neuen Ressorts eingeführt werden.
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