Rio de Janeiro: Kirche klagt Hollywood an

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Die Christusstatue darf nur mit Genehmigung bei Filmproduktionen verwendet werden.
Es ist ein bisschen wie im Film: Das Erzbistum Rio de Janeiro will von Hollywood Schadenersatz verlangen. Wie brasilianische Medien melden, bezieht sich die Kirche mit der Forderung auf eine ungenehmigte Nutzung der Christus-Statue in dem Katastrophenfilm «2012».

In dem vom deutschen Regisseur Roland Emmerich gedrehten Weltuntergangsstreifen wird die hoch über Rio de Janeiro aufgestellte Figur von einem Tsunami zerstört. Die Rechtsabteilung der Erzdiözese von Rio de Janeiro habe bereits mit Columbia Pictures in Los Angeles Kontakt aufgenommen, so die Zeitungsberichte.

Ausser einer Entschädigungszahlung in nicht genannter Höhe verlangt die Kirche demnach eine öffentliche Entschuldigung des Filmstudios. Man hoffe auf eine gütliche Einigung bis spätestens Ende März. Allerdings schliesse das Erzbistum auch rechtliche Schritte nicht aus.

Negative Botschaft nicht unterstützen

Die Erzdiözese hält die Rechte an der Figur. Normalerweise verlangt die Diözese kein Geld für die Ablichtung des Monuments, besteht jedoch darauf, die Benutzung der Figur gegebenenfalls zu untersagen. Im Fall von «2012» habe man die Genehmigung bewusst nicht erteilt, da man die negative Botschaft des Filmes nicht unterstützen wollte, wird eine Sprecherin der Rechtsabteilung der Diözese zitiert.

Der 38 Meter hohe Christus mit den ausgebreiteten Armen ist wohl die grösste Art-Deco-Skulptur der Welt. Die 1.145 Tonnen schwere Figur wurde 1931 nach fünfjähriger Bauzeit eingeweiht. Mittlerweile ist die Darstellung Christi als Erlöser über Rio de Janeiro eines der bekanntesten Bauwerke der Welt. Mehr als eine Million Touristen fahren jedes Jahr auf den 710 Meter hohen Corcovadoberg. Im Juli 2007 wurde die Christusstatue zu einem der «Sieben neuen Weltwunder» gewählt.

Quelle: RPO
Datum: 16.03.2010

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