Barack Obama bei Billy Graham

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Barack Obama und Billy Graham.
US-Präsident Barack Obama hat dem 91-jährigen Baptistenprediger Billy Graham einen Besuch abgestattet. Wie das Weisse Haus mitteilte, dauerte das Treffen in Grahams Altersruhesitz etwa eine halbe Stunde. Obama sei «ausserordentlich dankbar» für den Besuch. Graham sagte, er fordere alle Gläubigen auf, für den Präsidenten zu beten.

Obama reihte sich damit unter die zwölf Amtsvorgänger seit Harry Truman im Jahr 1950 ein, die ebenfalls die Nähe von Pastor Graham gesucht hatten. Obama ist jedoch der erste, der Graham in dessen Haus treffen konnte.

Der Präsident hatte mit dem inzwischen 91-Jährigen bereits während seiner Wahlkampagne zusammenkommen wollen - doch damals hatte Graham keine Zeit für ihn. Obama sei «ausserordentlich dankbar», dass dies nun möglich geworden sei, sagte sein Sprecher Bill Burton.

Aus dem Glauben schöpfen

Graham und Obama beteten miteinander. Der Evangelist schenkte dem Präsidenten zwei Bibeln - eine für ihn und eine für seine Frau Michelle. Obama habe schlicht Gott „für das Leben meines Vaters gedankt". Und im Gegenzug erbat Graham des Himmels Segen und Weisheit für den Präsidenten. Graham habe Obama auch geraten: „Der einzige Weg, den Job als Präsident anständig zu erledigen, ist, aus der Quelle des Glaubens zu schöpfen."

Einflussreicher Evangelist

Billy Graham gilt als einer der einflussreichsten Prediger in der US-amerikanischen Geschichte. Mehr als 200 Millionen Menschen in 185 Ländern haben ihn Schätzungen zufolge seit Mitte des 20. Jahrhunderts live predigen hören, dazu mehrere hundert Millionen im Fernsehen und im Rundfunk.

Im Jahr 1950 hatte Graham die Billy Graham Evangelistic Association (BGEA) gegründet. Mit Hilfe der Medien verbreitete er seine religiöse Botschaft in den gesamten Vereinigten Staaten und über deren Grenzen hinaus. Auch im Internet versucht die BGEA, Gläubige auf der ganzen Welt anzusprechen.


Quelle: epd/Washington/Post Livenet

Datum: 27.04.2010

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