Lügen ist in der täglichen Konversation gang und gäbe.
Du sollst nicht lügen! So steht es schon in der Bibel. Trotzdem tun wir es alle - sogar mehrere Male am Tag. Eine aktuelle Studie entlarvt jetzt: Männer sind Frauen beim Lügen um einiges überlegen.
Die meisten Menschen lügen in alltäglichen Gesprächen und wollen dadurch kompetenter und sympathischer wirken. Der Psychologe Robert S. Feldman von der University of Massachusetts, schreibt, dass 60 Prozent der Testpersonen in einer Studie während einer Unterhaltung von lediglich zehn Minuten mindestens einmal lügen.
Im Durchschnitt kamen die Probanden auf zwei bis drei Lügen. Weiter zeigte sich, dass der Inhalt der Lügen bei Frauen und Männern ein anderer war. «Frauen und Männer lügen anders», weiss Feldman. Frauen griffen eher zur Lüge, um das Wohlbefinden ihres Gegenübers zu steigern, Männer flunkerten häufiger aus einem anderen Grund. "Männer wollen sich in ein besseres Licht rücken", so der Psychologe.
Im Rahmen der Studie rekrutierte Feldman 242 Studenten. Diese waren laut Feldman von den Ergebnissen überrascht. «Die Studenten ertappten sich weitaus häufiger beim Lügen als gedacht.» Der Lügeninhalt variierte in diesem Zusammenhang beträchtlich.
Männer lügen öfter
In einer andern Untersuchung des Science Museum in London wurden 3000 Männer und Frauen befragt. Das Ergebnis: Männer lügen im Schnitt 1092 Mal pro Jahr, Frauen hingegen nur 728 Mal.
Warum lügen wir überhaupt? Die Wissenschaftler vermuten, dass dem Gegenüber negative Emotionen erspart werden sollen. Diese Erklärung beruhigt auch gleichzeitig das schlechte Gewissen der Lügenden - Lügen für den guten Zweck! Dennoch fühlen sich 82 Prozent der befragten Frauen nach einer Lüge schlecht, bei den Männern sind es gerade mal 70 Prozent.
Lügen als soziale Notwendigkeit?
Ja, sagt Professor Klaus Fiedler, Psychologe an der Universität Heidelberg. «In den seltensten Fällen geht es darum, sich einen Vorteil zu erschaffen. Wir lügen aus Takt, Höflichkeit, Anteilnahme, Anstand, selten um anderen zu schaden. Wer immer nur die Wahrheit sagt, würde andere pausenlos vor den Kopf stossen und jegliche Kommunikation verhindern», meint Fiedler.
Was wär das Leben ohne Stereo! Es ist nicht zu übersehen, das Verhältnis eins zu zwei. Wir haben mehr Organe zum Hören als zum Reden. Ein Fingerzeig...