"Jahr der Bibel 2008" in Ungarn

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Budapest
Die Ungarn sollen die Bibel neu entdecken. Nach Jahrzehnten im Zeichen von Kommunismus und Konsumismus bietet sich das Buch der Bücher als Wegweiser zu den wahren Schätzen an. Unter dem Motto aus der Bibel "Freude ohne Ende ist dem gewiss, der dieses Buch liest..." aus Offenbarung 1,3 begehen die ungarischen Christen 2008 ein "Jahr der Bibel".

Die Hauptträger des Bibeljahres sind die Ungarische Bibelgesellschaft (UBG), die römisch-katholische Kirche und die evangelisch-lutherische Kirche. Das "Jahr der Bibel" ist das grösste Projekt der Ungarischen Bibelgesellschaft in ihrer bald 60jährigen Geschichte. Mit zahlreichen Aktionen von verschiedenen Kirchen und kirchlichen Organisationen soll das Bibeljahr dazu beitragen, den Menschen zu helfen, die Heilige Schrift und deren Botschaft wiederzuentdecken.

Ausstellung in der Nationalbibliothek

Neben vielen Veranstaltungen in Kirchgemeinden finden auch öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen statt: ein internationales Bibel-Symposium in Esztergom (23.-26.6.), eine fünf Monate dauernde Bibelausstellung in der Széchényi Nationalbibliothek in Budapest (November 2008 bis März 2009) und ein grosses Orgel- und Chorkonzert mit auf der Bibel basierender Musik im Kunstpalast von Budapest (30.9.) Zusätzliche Medienkampagnen in Rundfunk und Fernsehen sollen ein grösseres Publikum erreichen.

Die erste Übersetzung der ganzen Bibel ins Ungarische stammt aus der Reformationszeit: Sie war das Werk des reformierten, auch in der Schweiz ausgebildeten Theologen Gaspar Karolyi und wurde 1590 gedruckt. Die Karolyi-Bibel hat die magyarische Sprache und Kultur tiefgreifend geprägt; sie half den Ungarn, unter fremden Herrschern zu überleben.

„Grundlage für unser Leben“

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Károlyi Gáspár
In einem Hirtenbrief der katholischen ungarischen Bischöfe zum Bibeljahr heisst es: "Die Bibel ist gemeinsamer Schatz der katholischen und protestantischen Kirche. Wir wollen uns in diesem Jahr darauf besinnen, dass die Bibel die Grundlage für unser Leben sein soll. Die Bibel gehört zu den Wurzeln jeder Kultur in Europa. Jede Nation verarbeitete dieses wertvolle Erbe auf ihre eigene Art, auf eigene geniale Weise – in Wort, Schrift, Musik, Bild und Kunst. Die Spuren der Bibel entdecken wir in unserer ganzen Kultur, sie lebt in unseren Redewendungen, Gebräuchen und in der Gesellschaft."

Regelmässig in der Bibel lesen

Die Bischöfe betonen ferner, dass die Bibel den Menschen eine prägende Orientierung für das Leben vermittle, zum wahren Leben erziehe und zur Annahme von Christus führe. Es sei wichtig, regelmässig in der Bibel zu lesen. Ebenso wichtig sei es, "darüber nachzudenken, was wir in der Bibel gelesen haben." Die Christen sollten sich kleinere und grössere Aufgaben vornehmen, um so, laut Hirtenbrief, auf Gottes Ruf zu antworten.

Webseite: www.bibliaeve.hu

Bearbeitung Livenet

Datum: 07.07.2008
Quelle: APD

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