Vom „Dan Brown-Jesus“ zum echten

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Der Bestseller "Sakrileg" und seine Verfilmung "The Da Vinci Code", die nächste Woche in die Kinos kommt, sind Fiktion. Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) ruft dazu auf, sich von der Story mit ihren zahlreichen Behauptungen zur Kirchengeschichte nicht verunsichern zu lassen. Vielmehr sollen Christen die Gelegenheit nutzen, nach der wahren Geschichte von Jesus zu fragen.

Eigentlich müssten sich Kirchen und christliche Stellen nicht mit einem Roman befassen, schreibt die SEA in ihrer Stellungnahme. Auch dann nicht, wenn es darin um abstruse Geschichten über Jesus und Maria Magdalena oder wilde Phantasien über die Anfänge des Christentums und die Entstehung der Bibel geht. Doch weil der Autor Dan Brown so tue, als basiere seine Geschichte auf Tatsachen, sei die Kirche herausgefordert, die Falschaussagen in der Öffentlichkeit zu korrigieren.

Dies tut die Evangelische Allianz mit einer 14-seitigen Stellungnahme unter dem Titel "Der Jesus-Code". Das Papier greift die Aussagen von "Sakrileg" über das Christentum auf und widerlegt sie. Im Anhang ist die Geschichte von Jesus nachzulesen. Dort sind auch Zitate von nichtjüdischen antiken Autoren über ihn und Belege für die Glaubwürdigkeit der biblischen Schriften aufgeführt. Erläutert wird auch der biblische Befund über Maria Magdalena.

Nicht aufjaulen, sondern Jesus und den christlichen Glauben thematisieren

Die SEA lädt in ihrer Stellungnahme dazu ein, das Interesse an Film und Buch "The Da Vinci Code" als Chance für den christlichen Glauben zu sehen. Sie ruft Christen und Kirchen auf, die Fragen der Menschen aufzunehmen und sie im biblischen Sinne zu beantworten. Es gelte, das Thema in Gottesdiensten und Veranstaltungen aufzugreifen und mit Interessierten das Gespräch zu suchen. Neben den historischen Fakten sei das Bekenntnis, was der einzelne Christ mit Jesus ganz persönlich erfahren hat, wohl das stärkste Argument gegen die vermeintlichen "Wahrheiten" des Films.

Das Dokument ist auf www.each.ch unter Stellungnahmen herunter zu laden. Auf www.jesus.ch/sakrileg wurde ausserdem ein übersichtliches und ausführliches Dossier bereitgestellt, das sich mit allen problematischen Aussagen des Films befasst.

Zum Thema:
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Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) ist eine Bewegung von Christen aus reformierten Landeskirchen, evangelischen Freikirchen und christlichen Organisationen. Sie besteht aus 80 Sektionen mit rund 550 Gemeinden und 90 Organisationen. Ihre Basis in der Schweiz wird auf rund 250'000 Personen geschätzt. Weltweit zählen sich 350 Millionen Gläubige zur Allianzbewegung.

Datum: 12.05.2006
Autor: Fritz Herrli
Quelle: SEA

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