Weizenkorn-Werkstätten

1500 Personen beim Wiedereinstieg unterstützt

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Bunte Holzspielzeuge: Produkte aus den geschützten Werkstätten der Stiftung Weizenkorn in Basel finden ihren Weg in die ganze Welt.
Die Geschützten Werkstätten Weizenkorn in Basel bieten seit dreissig Jahren Ausbildungs- und Arbeitsplätze für psychisch Beeinträchtigte an. Und seit zehn Jahren unterstützt die Job Factory Jugendliche beim Einstieg in die Arbeitswelt.

Der grasgrün lackierte Frosch ist wie jedes andere Stück durch viele Hände gegangen, bevor er die Werkstätten der Stiftung Weizenkorn verlässt. Holzspielzeuge, Lernuhren, Kässeli oder Kindergarderoben präsentieren sich in der Ausstellung am Bläsiring in Basel. Die grosse Kerzenpalette stellt Wiederverkäufer vor die Wahl. Im oberen Stock sitzen junge Menschen an Werkbänken und in Malateliers oder stehen am Bügelbrett. Sie zeichnen, schleifen oder bringen Produkte in Form und verdienen damit Geld, obwohl sie in einer geschützten Werkstatt arbeiten.

Speziell ist der «Xyloba»-Baukasten: Wenn die Bahn aufgebaut ist, spielt die Kugel beim Rollen eine Melodie. Eine Illustrierte druckte ein Bild des japanischen Kaiser-Enkels mit einem Spielzeug der Stiftung aus Basel. «Weizenkörner» finden ihren Weg offensichtlich in die ganze Welt.

Seine Talente einbringen

«Heute sind über zehn Prozent der Arbeitswilligen vom Sozialamt abhängig», stellt Gründer Robert Roth fest. Die Wirtschaft grenze Leistungsschwächere aus und überlasse sie den Sozialversicherungen. Dies motivierte Robert Roth dazu, mit Ehrenamtlichen aktiv zu werden. Anfänglich ein Zweig der Alban-Arbeit, entwickelte sich das Werk später als Stiftung zu einem führenden Anbieter geschützter Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Region. Roth ist überzeugt: «Jeder Mensch ist unabhängig von seiner Leistungsfähigkeit dazu eingeladen, seine Talente einzubringen.»

Plätze für 250 Personen

Aus einer kleinen Werkstatt ist ein Unternehmen mit über 250 Beschäftigten gewachsen. Die Mitarbeitenden bauten Arbeitsbereiche auf wie die Kerzenherstellung, den Küchenbau oder die Gastronomie. Fachpersonen entwickeln Produkte und öffnen Vertriebszweige. Die Geschützten Werkstätten der Stiftung Weizenkorn bieten über 200 Arbeits- und zusätzlich Ausbildungsplätze an. 50 Fachpersonen begleiten und fördern die ihnen anvertrauten Menschen.

Das soziale Unternehmen besteht seit 1979 und ist von Bund und Kanton anerkannt. Finanziert wird es durch den Verkauf von Produkten, Beiträgen des Bundesamts für Sozialversicherung und durch Spenden. Seit der Gründung haben über 1500 Menschen den Einstieg ins Berufsleben geschafft.

Unternehmerisch denken

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Engagierter Sozialunternehmer: Robert Roth, Gründer und Leiter der Stiftung Weizenkorn und der Job Factory in Basel
Die Schreinerei wird marktwirtschaftlich geführt. In Arbeitsgruppen bauen Schreiner mit schulentlassenen Jugendlichen Kücheneinrichtungen. Die «Davidlinie» setzt auf den Menschen als Produktionsfaktor. Der Verzicht auf Produktionsstrassen ermöglicht eine sinnvolle Beschäftigung durch Handarbeit. Gleichzeitig lernen die Jungen unternehmerisches Denken und erwirtschaften einen Teil der Betriebskosten.

Berufseintritt unterstützen

Eine junge Frau lächelt vom Poster. Sie trägt trendige Kleidung, welche im Einkaufszentrum der Job Factory präsentiert wird. Hinter der Theke strahlt das gleiche Gesicht. Die 19-jährige Münevver ist glücklich, bietet ihr die Job Factory doch den Einstieg in eine Verkaufslehre an.

Über 2000 Jugendliche suchen in der Region Basel nach einer Lehr- oder Arbeitsstelle. Aufgrund dieser Not hat Robert Roth vor zehn Jahren die Job Factory gegründet. Blau leuchtet die Fassade des Warenhauses nahe der Haltestelle «Dreispitz». Hier bereiten Fachleute junge Menschen in einem marktwirtschaftlichen Umfeld auf den Berufseinstieg vor. Die 20 Geschäftsfelder bieten 100 Arbeits- und Ausbildungsplätze an, vom Catering über Reparaturwerkstätten bis hin zum Verkauf von Musikinstrumenten. In Praktika sammeln Jugendliche Erfahrungen in der Arbeitswelt.

Mitarbeiter der Job Factory coachen sie, vertiefen schulisches Wissen, bereiten mit ihnen Bewerbungsunterlagen vor oder begleiten sie in Herausforderungen. Die Verantwortlichen beider Werke rechnen weiterhin mit der Hilfe Gottes. «Wir blicken daher hoffnungsvoll in die Zukunft», bestätigt Robert Roth.

Die Stiftung Weizenkorn umfasst Schreinerei, welche «Davidküchen» produziert, ein Kreativ- und Kerzenatelier, eine Holzwerkstatt für Spielzeug und die Musik-Kugelbahn «Xyloba» sowie Gastrobetriebe. An der Oetingerstrasse 81 in Basel befindet sich der Ausstellungsraum aller Produkte. www.weizenkorn.ch

Die Job Factory bietet im Dreispitz Jugendlichen und jungen Erwachsenen von 16 bis 30 Jahren einen individuellen Einstieg ins Berufsleben. http://www.jobfactory.ch

Datum: 15.03.2010
Quelle: ideaSpektrum Schweiz

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