Interdisziplinäre Studie

Geld nicht verteufeln

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«In God we trust»: Die US-Dollarnote.
Für die einen ist es einfach Mittel zum Zweck, für die anderen oft alleiniger Lebensinhalt: Geld. Welches ist der richtige Umgang mit dem Geld? Wie ist das Verhältnis von Gott und Geld, von geistlichem und materiellem Leben? Eine neue Studie gibt Aufschluss.

Geld solle nicht dämonisiert werden, meint der Heidelberger Theologieprofessor Michael Welker nach einem Bericht von idea Deutschland. In einer vierjährigen grossangelegten Studie untersuchte er zusammen mit dem Bonner Wirtschaftswissenschaftler Prof. Jürgen von Hagen die Auswirkungen der Geldwirtschaft auf Religion, Recht, Politik und Moral in früheren Zeiten. An der Studie mitbeteiligt waren Historiker, Theologen, Wirtschaftswissenschaftler, Juristen und Chinakundler.

Erste Ergebnisse wurden am 17. März in Düsseldorf präsentiert. Laut Welker habe Martin Luthers Verständnis der Aussage «Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon» zu einer Verteufelung des Geldes und zu einem gefährlichen Schwarz-Weiss-Denken geführt.  Der Begriff «Mammon» käme nur viermal im Neuen Testament vor und solle nicht das Geld verteufeln. Schliesslich würden in der Bibel nicht nur die Risiken, sondern auch die Chancen des Geldes aufgezeigt. Wichtig sei ein zuverlässiger Umgang mit Geld. Prof. von Hagen ergänzte, dass die Bibel nicht pauschal den Umgang mit Geld kritisiere, sondern den Wunsch, sich Reichtümer anzuhäufen.

Kommentar: Richtige Priorität

Aus der Studie lässt sich folgendes Fazit ziehen: Geld allein ist weder gut noch schlecht. Wichtig ist, wie und wofür es eingesetzt wird. Die richtigen Prioritäten zwischen Gott und Geld stehen geschrieben auf dem Schweizer «Fünfliber» und der US-amerikanischen Dollarnote: «Dominus providebit» (Gott wird versorgen) und «In God We Trust» (Wir vertrauen auf Gott).
Datum: 29.03.2010
Autor: Werner Pfleger

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