Forscher der Nasa sind völlig aus dem Häuschen: Ewige Schönheit, nicht von dieser Welt

Washington. Das verjüngte Hubble-Teleskop mit seinen neuen Digitalkameras begeistert die Experten mit spektakulären Bildern von fernen Galaxien. Die neue “Advanced Camera for Surveys” (ACS) „öffnet ein grosses neues Fenster ins Universum. Diese Aufnahmen gehören zu den besten, die je vom fernen Universum gesehen wurden“, sagte Holland Ford, der leitende Wissenschafter von der Johns Hopkins Universität, bei der Vorstellung der ersten Bilder mit der neuen Kamera.

Die neue “Advanced Camera for Surveys” war im März von der Besatzung der Raumfähre Columbia im Rahmen einer kompletten Verjüngung des Teleskops eingebaut worden. Die neue Kamera ist zehn Mal so leistungsfähig wie die alte.

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"Tadpole"-Galaxie
Vier Bilder veröffentlichten die Wissenschaftler am Dienstag bei einer Pressekonferenz der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Besonders beeindruckt waren sie von der Aufnahme einer 420 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie, die wegen ihres 280 000 Lichtjahre langen Schwanzes als „Tadpole“-Galaxie (Kaulquappen-Galaxie) bezeichnet wird. Das Bild zeigt nach Angaben der Nasa einen langen Schwanz aus Sternen, der wie ein wirbelnder Feuerwerkkreisel wirkt - ein Beleg für die Dynamik des Universums.

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Der Ursprung des Universums
Die Forscher staunten auch über die riesige Zahl von Galaxien, die im Ausschnitt hinter „Tadpole“ noch zu sehen sind - mehr als 6000. Dies sind doppelt so viele wie bei der legendären Aufnahme Hubble Deep Field (HDF) von 1995. Mit der neuen Kamera brauchte Hubble für die Bilder auch nur ein Zwölftel der Zeit, die für die alte Aufnahme nötig war.

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Staubscheibe um sehr jungen Stern
Voller Begeisterung waren die Wissenschaftler auch über einen kleinen roten Fleck hinter „Tadpole“. Es handelt sich dabei um das Bild einer Galaxie aus der frühsten Kindheit des Universums.

„Wir blicken nun weit zurück in die Vergangenheit, als das Universum jung war. Zu den weiteren Höhepunkten der ersten Fotoserie gehört ein Bild des Schwanennebels, eine Brutstätte neuer Sterne inmitten wirbelnder Gasschwaden. Ein weiteres Bild, das die Wissenschaftler in Begeisterung versetzte, zeigt den oberen Teil des Konusnebels inmitten gewaltiger Gassäulen vor einem rötlich schimmernden Hintergrund. Das letzte Bild offenbart die Kollision zweier 300 Millionen Lichtjahre entfernter Galaxien.

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Aufnahme aus Milchstrassen-Zentrum
Die Wissenschaftler zeigten sich von der Qualität der Bilder überrascht. Sie hatten zwar eine deutliche Verbesserung erwartet, aber nicht in diesem Ausmass. Die Nasa sprach von einer Panorama-Qualität der Bilder, die an einen Breitbandfilm erinnerten. Jedes Bild enthält etwa 16 Millionen Teilchen oder Megapixel. Im Vergleich dazu bieten die handelsüblichen Digitalkameras zwischen 2 bis 4 Megapixel.

Demnächst soll auch eine spezielle Infrarotkamera, die seit drei Jahren nicht mehr funktionierte, wieder arbeiten, und dann erwarten die Hubble-Wissenschaftler weitere spektakuläre Bilder.

„ Er allein kennt die Zahl der Sterne, jedem hat er seinen Namen gegeben“
„Lobet ihn, alle leuchtende Sterne“
„Er machte zwei grosse Lichter, die Sonne für den Tag und den Mond für die Nacht, dazu auch alle Sterne,“
„ Die Sterne kann er hindern aufzugehen, allein er hat den Himmel aufgespannt. Er schuf den Grossen Bären, den Orion, das Siebengestirn, den Sternenkranz des Südens.“

Datum: 04.05.2002
Quelle: Jesus.ch

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