Genforscher bestätigen Bibel

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Alle jüdischen Priester tragen schon seit 3.300 Jahren ähnliche Erbanlagen in sich. Es gibt danach tatsächlich eine jüdische Priesterkaste, die auf den ersten Priester Israels, Aaron (um 1300 vor Christus), zurückgeht.

Wissenschaftler des Technion-Israel-Instituts für Technologie in Haifa (Israel) entdeckten bei einer Untersuchung von 188 sephardischen und aschkenasischen Juden, dass es in beiden Gruppen Männer gibt, deren Y-Chromosome sich von denen ihrer Umgebung deutlich unterschieden, einander aber sehr ähnelten. Sie schlossen daraus, dass diese Männer, die alle Aaron als ihren Stammvater angeben, zur selben Familie der Kohen gehören. Diese müsse bereits vor der weltweiten Zerstreuung des Judentums bestanden haben.

Als Sephardim werden Juden bezeichnet, die früher in Spanien und Portugal oder im Orient lebten, während die Aschkenasim vorwiegend in Mittel- und Osteuropa wohnten. Priester sind eine besondere Gruppe innerhalb des Judentums, die bis zur Zerstörung des Jerusalemer Tempels im Jahre 70 nach Christus für die Abhaltung von Gottesdiensten zuständig waren. Sie sind bis in die Gegenwart hinein verpflichtet, nur untereinander zu heiraten und einen sittlich vorbildlichen Lebenswandel zu pflegen. Nach Ansicht orthodoxer Juden sollen sie "so leben, dass sie jederzeit als Priester eines neu zu errichtenden Tempels eingesetzt werden können".

Keine Überraschung

Für Bibelkenner ist das Forschungsergebnis nicht überraschend. Es zeige, dass sich die Kohen an Gottes Anweisung aus 4. Mose 2,5 und 18,1 gehalten haben, wonach das Priesteramt vom Vater an den Sohn weitergeben wird, sagte der Chemiker Harald Binder. Dies werde durch die Unterschiede im Erbgut von jüdischen Priestern und Laien bestätigt.

Datum: 31.08.2002
Quelle: idea Schweiz

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