Naturkatastrophen

Biblische Stätten in Israel bedroht

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Die Altstadt von Akko.
Experten der Weltkulturorganisation Unesco und aus der israelischen Altertumsbehörde sorgen sich um die heiligen Stätten in der Region. Auf einer Tagung beschäftigten sie sich in der nordisraelischen Hafenstadt Akko mit möglichen Bedrohungen durch Naturkatastrophen.

Israel liege in einer «höchst bedrohten Gegend», erklärte der Abteilungsleiter für die Bewahrung von Altertümern, Raanan Kislev. Im syrisch-afrikanischen Bruch stiessen zwei Erdplatten aneinander und lösten regelmässig Erdbeben aus. Das letzte schwere Beben im Jahr 1927 habe schwere Schäden im ganzen Land verursacht, so Kislev. Viele wichtige Stätten lägen nur wenige Kilometer von dem potenziellen Epizentrum in der Jordanebene entfernt, darunter auch Jerusalem. Wegen des Klimawandels und dem Ansteigen des Mittelmeeres würden schon jetzt Küstenfelsen zerstört.

Enorme Energien angestaut

Auch biblische Städte wie Aschkelon, Atlit und Caesarea seien bedroht. Erst kürzlich entdeckten israelische Forscher nach eigenen Angaben Spuren von Tsunamis entlang der Mittelmeerküste, die in den vergangenen 3.000 Jahren zwei Kilometer landeinwärts Zerstörungen verursacht hätten. Auch der Leiter einer Kommission zur Vorbereitung auf Erdbeben, Avi Schapira, verwies auf Gefahren durch Naturkatastrophen. «Im Laufe der Jahrhunderte haben sich enorme Energien angestaut, die jederzeit aufbrechen könnten.»

Dies könne dann auch Tel Aviv und Jerusalem betreffen. Der Leiter der Altertumsbehörde, Schuka Dorfmann, rief die Behörden in Israel, die Unesco und alle Länder der Welt auf, gemeinsame Massnahmen zu ergreifen, um Schäden durch Erdbeben möglichst gering zu halten. Michael Turner von der Unesco-Kommission Israel erinnerte an die besondere Bedeutung des Weltkulturerbes im Land. In Israel befänden sich Heiligen Stätten, die Juden, Christen und Muslimen gleichermassen wichtig seien.

Mehr zum Thema:
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Erbeben: Hintergund und Statistik
Datum: 23.11.2009

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