Grüner Fisch

Christen bei Umweltanliegen vernetzen

Die christliche Umweltbewegung «Grüner Fisch» will sich mit Gleichgesinnten vernetzen. 
Symbol des neuen Lebens und Umweltschutz
Logo von «Grüner Fisch»

Dazu werden zwei Bachelor-Arbeiten ausgeschrieben. Zudem soll in diesem Jahr ein drittes Umweltprojekt im Ausland gelistet werden. Zentrales Anliegen der Bewegung ist der Klimawandel.

Wenn Pastoren von Freikirchen oder Kirchen in der Deutschschweiz etwas tun wollen, melden sie sich beim «Grünen Fisch» oder bei der «Arbeitsgruppe Klima und Umwelt», sagt André Galli, Leiter des «Grünen Fisch». Im Jahr 2009 gegründet, sei die Bewegung mittlerweile bei den christlichen Gemeinden bekannt.

«Wir wollen mit unserem Anliegen noch mehr Menschen erreichen, das Thema wird immer noch sträflich vernachlässigt.» Zudem wäre mehr Manpower gut. Eine Fusion mit anderen würde wenig bringen, einerseits weil nur wenige Nachhaltigkeitsorganisationen im christlichen Raum vorhanden sind, andererseits weil dadurch die gesamte Bewegung nicht wachsen würde.

Nächste Generation gewinnen

«Deshalb geben wir einem Vernetzungsprojekt den Vorzug.» Dazu werden zwei Bachelorarbeiten ausgeschrieben, voraussichtlich auf einer Universität und dem Theologisch-Diakonischen Seminar in Aarau. «Ziel ist, herauszufinden, was es für ähnliche Organisationen in der Schweiz und im Ausland gibt sowie welche Projekte in Drittweltländern vorhanden sind.»

Die Ausschreibung erfolgt in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Bibelgruppen (VBG). «Als wir den 'Grünen Fisch' gegründet hatten, waren wir Studenten. Nun ist jeder in einem Job. Nun wollen wir die nächste Studenten-Generation gewinnen.»

Drittes Projekt geplant

Dadurch würde auch Themenvielfalt gewonnen. «Bei uns ist der Klimawandel ein zentrales Thema, bei jemand anderem zum Beispiel Biodiversität.» Folgen soll zudem eine Umfrage, was Christen vom «Grünen Fisch» erwarten. «Kommt dabei heraus, dass Mobiliätsfragen in der Schweiz oder Biodiversität ein wichtiges Anliegen ist, würden wir dem Rechnung tragen», blickt André Galli nach vorn.

Derzeit unterstützt die Organisation zwei Klima-Projekte im Ausland, in diesem Jahr soll ein drittes dazukommen; es wird sich um eines handeln, das bereits für den Stopp-Armut-Preis nominiert war. Dazu kommen Arbeitseinsätze in der Schweiz, zum einen im JMEM-Schulungszentrum «Le Rüdli» am Thunersee, sowie ein Einsatz gemeinsam mit «Pro Natura» und dem «WWF».

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Datum: 20.03.2015
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

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