Hawking : «Es gibt kein Parallel-Universum»

Science-Fiction-Fans, aufgepasst: Vergessen Sie, was Sie über die Schwarzen Löcher wissen. Der Astrophysiker Stephen Hawking hat seine eigene Theorie relativiert.

Vor 30 Jahren stellte der schwer behinderte Stephen Hawking seine Theorie über die geheimnisvollen Schwarzen Löcher im All auf, die alles was in ihre Nähe kommt für immer zerstören. Dabei könnte auch ein Parallel-Universum helfen. Er fragte sich, weshalb ein Schwarzes Loch alle Spuren von Materie und Energie verschwinden lässt, wenn in der Quantenmechanik solche Dinge in irgendeiner Form immer weiter existieren.

Jetzt hat Hawkins scheinbar die Antwort gefunden: Schwarze Löcher spucken die Materie und die Energie in veränderter Form wieder aus. Wer also in eines hineinspringe, sei danach nicht mehr zu erkennen, so der Astrophysiker. Was wiederum bedeutet, dass es unmöglich ist, durch ein Schwarzes Loch in ein anderes Universum zu reisen.

Diese Theorie erstaunte den Astrophysiker John Preskill überhaupt nicht. Er war schon vor 29 Jahren der Meinung, dass die Materie nicht zerstört werden könne. Die beiden Männer wetteten um eine Enzyklopädie. So bekam Preskill von Hawkings dann auch das Referenzwerk «Total Baseball, The Ultimate Baseball Encyclopedia». Preskill meinte beim Erhalt des Werkes: «Um ehrlich zu sein, Ihre Rede habe ich nicht verstanden.»

Datum: 22.07.2004
Quelle: Bild-Zeitung

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