„Das so genannte Böse" im methodistischen Männerforum

Was ist eigentlich böse – und wie können wir damit umgehen? Warum malen wir so oft den Teufel an die Wand und können dabei so schlecht unterscheiden zwischen wahrhaft Bösem und Ärgerlichem? Was macht uns manchmal so erschreckend blind für Böses?

Am Wochenende des Männerforums der Evangelisch-methodistische Kirche (EMK), das am 11./12. März in Adelboden stattfinden wird, geht es nicht darum anzuklagen. Aber es ist von grosser Bedeutung, dass Christen das Böse benennen können und es als Realität akzeptieren lernen. Nur so gelingt es, das Böse auch aus der Kraft des Glaubens anzugehen und eventüll zu überwinden.

Krank und unzurechnungsfähig – oder abgründig böse?

Zwei Referenten werden in das Thema einführen: Dr. Dietrich Pülschen ist Gerichtspsychologe und seine Aufgabe ist es, zwischen krank und böse zu unterscheiden. Er erstellt Gutachten über Verbrecher. Die Entscheidung, was böse ist, erweist sich als erstaunlich kompliziert und wird von unterschiedlichen Faktoren geprägt. Selten ist ein Täter unzurechnungsfähig. Meist muss er die Verantwortung für seine Tat tragen.

Das Böse im Licht der Bibel

Professor Michael Nauser ist der neue Dozent für Systematische Theologie am Theologischen Seminar der EMK in Reutlingen. Ihm geht es um die Frage nach dem Bösen und seiner Ueberwindung im Licht der Bibel. Psychologie und Theologie blicken von zwei verschiedenen Seiten auf das Böse, kommen aber oft zu sehr ähnlichen Ergebnissen.

Am Wochenende des Männerforums wird eine lebhafte Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Bösen stattfinden. Neben Referaten und Gesprächen wird es in einem Abendbankett aufgenommen. The Millers Bluegrass Music wird musikalische Akzente setzen.

Infos zum Wochenende des Männerforums

Anmeldung bis 5. März bei Rene Schläpfer
schläpfer.rene@bluewin.ch

Quelle: Stefan Moll / EMKNI

Datum: 08.03.2006

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