Phasen der Trauer

Wenn Liebeskummer einen erdrückt

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Erst die Liebe, dann der Herzschmerz. Vom siebten Himmel saust man in die Tiefe, wie auf einem Trip durch die Hölle. Liebeskummer schmerzt mehr als körperliches Leiden. Keiner ist davor gefeit. Und wie man auch versucht, sein Gefühl zu betäuben, es windet sich immer wieder an die Oberfläche. Aber es gibt eine gute Nachricht: Liebeskummer geht vorüber. Auch wenn es seine Zeit braucht.

Bei Liebeskummer spielt das Gehirn verrückt. Es hört auf, Glückshormone wie Serotonin, Dopamin und Phenylethylamin zu produzieren. Der Mangel verursacht regelrechte Entzugs-Erscheinungen, macht depressiv und aggressiv. Aber: Man kann es schaffen, Liebeskummer durchzustehen und wieder ein frohes und lebenswertes Leben zu finden.

Phasen der Trauer

Psychologen sprechen von verschiedenen Phasen der Trauer. Anfangs will man nicht wahrhaben, was passiert ist. Wenn man die Trennung langsam realisiert, kommt die schmerzhafteste Phase: Starke Gefühle brechen über einen ein, wie Trauer, Verzweiflung, Wut, Depressionen und Hilflosigkeit. Erst dann kommt die Phase der Verarbeitung, im Gespräch mit Freunden. Oder der Versuch, sich abzulenken. In der letzten, der „Akzeptanz-Phase“ schafft man es, sich endgültig loszulösen, und erkennt, warum die Beziehung nicht geklappt hat.

Umgang mit dem Schmerz

Schmerz ist unangenehm, aber es ist wichtig, ihn zuzulassen und sich für jede Phase genug Zeit zu nehmen. Er vergeht nicht schneller, wenn man versucht, ihn zu verdrängen oder zu betäuben. Liebeskummer dauert. Es hilft aber, den Schmerz in Worte zu fassen. Tagebuch zu schreiben. Durch Musik oder Malen auszudrücken. Sport hilft, Wut und Dampf abzulassen. Auch weinen kann befreiend sein und die innere Anspannung lösen. Man sollte nicht zu viel von sich erwarten. Man muss nicht immer funktionieren.

Gott vertrauen lernen

Gerade in Phasen der Trauer ist es nicht leicht an einen Gott zu glauben, der einen führt und hält. Aber Gott ist da, er hat es versprochen. Es ist leicht, Gott für Schmerz und menschliches Versagen verantwortlich zu machen, obwohl er gar nichts dafür kann. „Warum lässt er das zu? Warum tut er mir das an? Warum spüre ich ihn nicht?“

Oft erkennt man erst später, wie sehr Gott einen tatsächlich geführt und getragen hat. "Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege“, spricht Gott. „Sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken höher als eure Gedanken." (Die Bibel, Jesaja, Kapitel 55, Verse 8-9) Bitte Gott um Vertrauen, dass dein Leben wieder gut wird. Er wird dich nicht im Stich lassen.


Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch

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