Nahtod-Erfahrung

Einmal Himmel und zurück?

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In Zeitschriften, Büchern oder auf Youtube wird man mit Nahtod-Erfahrungen konfrontiert. Gibt es wirklich Leute, welche die Schwelle des Todes überschreiten und dann doch wieder ins Leben zurückfinden?

Es geht um Menschen, die zwar «klinisch» tot waren und wiederbelebt wurden. Sie befanden sich «irgendwo» in der Zone zwischen Tod und Leben. Sie waren jedoch nicht ganz tot im Sinne als etwas Unumkehrbares und Endgültiges.

«Positive Erlebnisse»

In dieser Zone zwischen Leben und «endgültigem» Tod treten manchmal merkwürdige Phänomene auf. Es geht dabei um Menschen, die nur für sehr kurze Zeit klinisch tot waren. In dieser Zeit soll ihre Seele – ihr Bewusstsein – den Körper verlassen haben. In diesem Zustand – schwebend von oben herab – sehen sie, so die Berichte, wie Ärzte im Operationssaal am eigenen Körper herumhantieren. Ausserdem berichten diese Todeskandidaten von Begegnungen mit freundlichen Lichtwesen oder alten Bekannten in angenehmer Umgebung. Einige sträuben sich deshalb in ihren Körper zurückzukehren.

Sterbeerlebnisse in der Bibel?

Der bekannteste Bericht ist die Auferweckung des Lazarus durch Jesus. Dieser Bericht sagt, dass Lazarus bereits vier Tage tot war und die Verwesung seines Körpers eingesetzt hatte.

Die beiden anderen Auferweckungen durch Jesus sind nicht weniger spektakulär. Da wird einmal über die Tochter des Jairus berichtet und vom Jungen von Nain. Auch von ihnen wird nichts über Erfahrungen im Jenseits berichtet. Sogar Jesus, der während seines Todes nach seinen eigenen Worten im Paradies war, berichtete nichts über diesen Aufenthalt. Hätte Jesus uns nicht ermutigen können, wie herrlich das Paradies ist?

Der Vergleich hinkt

Auffallend ist, dass in der Bibel ein einziges Erlebnis aufgezeichnet wurde, welches die Existenz des Jenseits aufgrund eines Erfahrungsberichtes bestätigt. Es war Paulus, der in den dritten Himmel, in das Paradies entrückt wurde. (Die Bibel, 2. Korinther, Kapitel 12, Vers 2 - 4). In der Volx-Bibel wird diese Begebenheit so übersetzt: «Vor vierzehn Jahren bin ich mal in eine andere Dimension, in den dritten Himmel, versetzt worden. Keine Ahnung, ob das nur in einer Vision war oder ob ich auch körperlich dort gewesen bin. Allein Gott weiss das genau. Ich weiss auch nicht, wie ich da überhaupt hingekommen bin, aber Gott weiss das. Aber ich bin mir ganz sicher, dass ich im Paradies war und dass ich dort Worte gehört habe, Dinge, die Menschen gar nicht beschreiben können».

Der Vergleich Paulus – Nahtod-Erfahrungen hinkt jedoch. Paulus lag nicht im sterben als er das erlebte. Er sagt ausserdem: «dass er nicht wusste, ob er im Leib oder Geist entrückt war». 99 Prozent der Leute mit Nahtod-Erfahrungen berichten jedoch, das sie genau wissen, dass sie das «Sterbeerlebnis» im Geist erlebt haben. Und, Paulus kann nicht beschreiben, was er dort sah. Die Leute die das erlebt haben wollen, können jedoch alle detailliert schildern, was sie erlebt haben.

Wissenschaft interessiert sich

Eine Studie von slowenischen Forschern, Universität Maribor, hat eine Verbindung zwischen Nahtod-Erfahrungen und einem Anstieg der Kohlendioxid-Konzentration im Blut ergeben. Demnach wiesen Patienten, die während eines Herzstillstands Nahtod-Erfahrungen machten, eine signifikant höhere CO2-Konzentration im Blut auf, als diejenigen ohne solche Erlebnisse. Das könne ungewöhnliche Eindrücke hervorrufen wie etwa Lichtblitze, Visionen oder eine scheinbare Trennung vom Körper, sagen die Forscher.

Laut «Spiegel-online» gelang es dem schwedischen Forscher Henrik Ehrsson, im Labor eine ausserkörperliche Erfahrung zu erzeugen: Mit Hilfe von Kameras und Videobrillen vermittelte er gesunden Freiwilligen das Gefühl, sich ausserhalb ihres eigenen Körpers zu befinden und sich selbst von dieser Position aus zu betrachten. Verantwortlich für diese auch Out-of-Body-Experience genannte Illusion ist seiner Ansicht nach ein multisensorischer Konflikt, also die Unfähigkeit des Gehirns, widersprüchliche Sinneseindrücke miteinander zu verbinden.

In der Zeitschrift «Science» berichtet auch ein Team aus deutschen und Schweizer Forschern um Bigna Lenggenhager von der Polytechnischen Hochschule in Lausanne über einen ähnlichen Ansatz. Auch hier gelang es, das gefühlte Selbst von der Position des Körpers zu trennen, wenn auch die Illusion nicht ganz so ausgeprägt war.


Zum Thema:
Kann ich selbst etwas tun, um ewiges Leben zu haben?

Buch zum Thema:
«Der Junge, der aus dem Himmel zurückkehrte»

Nahtoderlebnis (Video in deutscher Sprache/«Wunder Heute»):
«Ich war fünf Stunden tot…»

Nahtoderlebnis (Video in englischer Sprache/Youtube-Video):
Daniel Ekechukwu - Raised from the dead - 4 Teile
Daniel Ekechukwu - Teil 1
Daniel Ekechukwu - Teil 2
Daniel Ekechukwu - Teil 3
Daniel Ekechukwu - Teil 4


Kommentar

Was soll man davon halten?

Medizinisch gesehen könnte man das Fazit ziehen: Der Tod war bei Menschen mit Sterbeerlebnissen, also Menschen die «zurückkamen», nicht der unumkehrbare Tod, weshalb ihre Erlebnisse nicht wirklich Auskunft über das Jenseits geben. Sterben bedeutet nicht immer, dass es tödlich endet. Wenn man aber noch nicht wirklich «drüben» war, dann kann man auch nicht wirklich darüber berichten, wie es ist. Aber vielleicht gibt es einen weiteren Aspekt.

Die Tatsache, dass in der Bibel von solchen Erfahrungen (von einer Ausnahme abgesehen) nichts berichtet wird, ist noch kein Beweis, dass es diese nicht gibt. Sie macht jedoch etwas Grundsätzliches klar. Gott gibt keine Beweise für das Leben nach dem Tod.

Nicht verschweigen darf man, dass es bei Sterbeerlebnissen, auch extrem negative Erlebnisse erzählt werden. Menschen berichten von Höllenerlebnissen und Qualen. Darüber wird in den Medien kaum berichtet.

Es macht stutzig, dass (man schätzt zwei bis drei Millionen) Menschen, die mit Jesus Christus und der Bibel nichts zu tun haben wollen, positive Sterbeerlebnisse haben und Engelwesen treffen. Sie fühlen sich durch ihr Erlebnis bestätigt, dass das «gottlose Leben», das sie führen, O.K. ist.

Der Gegenspieler von Gott hat bestimmt ein starkes Interesse daran, den Tod als harmlos und als Eingang in eine unendliche schöne Welt für alle darzustellen. Die Wesen, denen man im Sterbeerlebnis begegnet, sind freundliche, hell strahlende Wesen, die Liebe ausstrahlen. In der Bibel ist aber auch die Rede davon, dass sich: «Satan als Engel des Lichts verkleiden kann» und dadurch die Menschen täuscht.

Christen müssen zu diesen Erscheinungen deutlich Stellung beziehen können, da solche Berichte den Tod in unserer Gesellschaft in ein neues, geradezu attraktives Licht rücken. Der letzte Feind des Menschen, der Tod scheint besiegt zu sein. «Wir kommen alle, alle in den Himmel» ist dann ein Lied, das man so gesehen mit Recht singen dürfte.

In der Bibel findet man noch ein Hinweis zum Thema: «Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, so würden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten auferstände». Auch nicht vom Nahtod – deshalb finden wir in der Bibel kein solches «Erlebnis».


Autor: Bruno Graber
Quelle: livenet.ch

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